Über den Autor - Online-Historie

1986Das erste Mal bei einem Freund online, mit einem 8088-PC (oder war's am am Ende doch schon ein AT?) und einem 300 Baud-Akustikkoppler. Ich war sofort von der Materie fasziniert.
1987Das erste eigene Modem (2.4 kbps, Typ Discovery). Viel in Mailboxen unterwegs gewesen. Erste internationale Chats über Datex-P.
1989Kauf eines USRobotics Courier HST mit 14.4 kbps. Damals das Modem schlechthin. Zum Sysop-Preis von knapp 1500 DMchen. Und gleich meine erste Mailbox (in Hannover), das Cool Mailbox Terminal (CMT) Bild Bild aufgemacht. Lief damals auf einem Amiga 500 Bild nur mit 2 Diskettenlaufwerken mit einem selbstgeschriebenen Mailboxprogramm Bild in GFA-Basic. Später kam dann noch eine 10 MB-MFM-Seagate-Festplatte hinzu. Ne Menge User und andere Sysops kennengelernt.
1990Umzug der Mailbox nach Hohenhameln bei Hannover. Zwischenzeitlich auf einen Amiga 1000 Bild mit 65 MB-RLL-Platte gewechselt. Userzahl mittlerweile über 100 (Userliste) gestiegen, was damals recht viel war.
1992Umzug der Mailbox nach Nürnberg. Umbenennung in Future Project (Die Story). Die Mailbox lief derzeit immer noch auf meinem Amiga 1000, ich bastelte aber seitdem an einem neuen Programm unter DOS (in C geschrieben) auf meinem PC. Der Amiga wurde so langsam out und ich wollte meine Mailbox auf dem PC weiterbetreiben. Was ich dann allerdings nicht tat, weil immer weniger User die Mailbox besuchten und sich dem Internet zuwandte. Darum machte ich 1994 die Mailbox dicht. In meiner Mailbox-Zeit in Nürnberg war ich sozusagen "Stamm-User" der Beteigeuze, die auch jeden 2. Samstag im Monat den berüchtigten "Hackerstammtisch" abhielt. Dort lernte ich einige bizzare Typen kennen wie Mad Professor und Dr. Risc (von dem man nichts mehr gehört hat, nachdem er sich nach seinem mißglückten T-Shirt-Deal nach Hong Kong abgesetzt hat), aber auch ein paar gute Freunde, die ich heute noch kenne. Dazu zähle ich zum Beispiel Lemming, Tires und Starliner.
1994Habe ich dann wie gesagt meine Mailbox dichtgemacht und auch ein wenig das Interesse an der Mailbox-Szene verloren. Ich tat es meinem Online-Freund Starliner gleich und beantragte einen Internet- Account bei der Uni Erlangen und war von da an textorientiert im Freenet unterwegs. Ich habe dort mit Gopher und Telnet experimentiert, mir andere Freenets angeschaut (zu empfehlen wären da Cleveland, USA und das FNF in Finnland), Stunden im IRC verbracht und noch viel mehr Stunden damit , die Rätsel im Online-MUD (Multi User Dungeon) Magyra der Uni Stuttgart zu lösen. Besonders begeistert war ich gleich von den Möglichkeiten, die mir e-mail bot. Spezielle Gateways zu Fax und SMS hatten mein besonderes Interesse, und so kam es auch, daß ich mir 1995 ein Handy Nokia 2110i) Bild zulegte, um ein wenig mit SMS zu experimentieren. Zu der Zeit war SMS übrigens noch im Teststadium und damit gebührenfrei. Leider ist das heute nicht mehr so.
1995Nachdem man dann hin und wieder eine CD von AOL zum 10-Stunden-Test finden konnte, konnte ich mich der Faszination des WWW auch nicht mehr entziehen und bin auf die "grafische Schiene" gewechselt. Nach etlichen Lynx-Session über das FEN (Freenet Erlangen-Nünrberg) fehlten mir dann doch die netten Grafiken. Nach ein paar Surf-Versuchen im Falkens-Maze, dessen Besitzer übrigens auch User der Beteigeuze und Besucher des Hackerstammtischs war, stand mein Entschluss fest: Auch ich brauchte das WWW. Also hab ich die verschiedenen Provider beim Wort genommen und getestet. Seit dem war ich bei AOL, Europe Online, Compuserve und metroNet. Bei metroNet war ich eine längere Zeit, allerdings hat der Service wie alle anderen nichts getaugt. Die Datendurchsatzraten waren einfach nicht das was ich mir vorgestellt habe. 1995 habe ich dann auch einen ISDN-Anschluß beantragt und gleich mit der Förderung eine ISDN-TK-Anlage (Emmerich 1008) mitgenommen.
1997Nun wechselte ich zu WWL/NetSurf. Mit ISDN sind die Datendurchsätze schon ziemlich gut (bis 8 KB/s). Natürlich habe ich mir gleich eine Homepage mit beantragt. Das Ergebnis könnt ihr auf diesen Seiten sehen.
Dez. 1997 Ende des Jahres 1997 zogen meine Seiten zu einem professionellem Web-Space-Provider (DEU.NET) um, weil das eine Megabyte Speicherplatz bei WWL doch schnell zu knapp wurde. Jetzt kann ich mich richtig auslassen, da ich dort unbegrenzten Space habe.
Jan. 1998Ich mache meine neuen Seiten in den Suchmaschinen bekannt und baue mein Angebot aus. Die 1000-Besucher-Grenze wird gebrochen, ich habe etwa 10 Besucher am Tag
Feb. 1998Ich übe mich in JavaScript und HMTL-Script und baue ein paar Specials in meine Seiten ein. Der 3000. Besucher kommt auf meine Seiten, täglich sind es nun etwa 30-40.
März 1998Die Homepage wird um eine eigene Statistik und ein in Miva selbstgeschriebenes Gästebuch erweitert. Die Besucherzahl überschreitet die 5000er-Grenze.
Sept. 1998Der 10.000te Besucher ist gezählt. Vom Januar bis August 1998 wurden rund 57.000 Clients mit 600.000 Hits und 156.000 Seitenabrufen registriert. In dieser Zeit wurden über 3,2 Gigabyte vom Server übertragen.
Außerdem bekommt die Homepage eine eigene .DE-Domain und ist nun auch unter http://www.cool-web.de erreichbar.
Jun. 1999Im Juni '99 kam der 25.000te Besucher auf die Homepage. Die Seitenabrufe liegen inzwischen bei ca. 400.000.
Dez. 1999In diesem Monat besucht der 300.000 Besucher das Cool-Web. Es wurden bisher über 1,7 Mio. Seiten abgerufen.
Jul. 2000Das Cool-Web begrüßt den 500.000 Besucher; inzwischen wurden über 2,8 Mio. Seiten abgerufen. Mittlerweise benutze ich die T-Online-Flatrate für den Onlinezugang, da ich doch sehr viel online bin.
Apr. 2001 T-Online schafft die Flatrate wieder ab. Glücklicherweise habe ich einen alten Vertrag mit einem Jahr Mindestlaufzeit, an den sich auch T-Online halten muss.
Mai 2001 Endlich bekomme ich das vor einem halben Jahr beantragte T-DSL, so dass ich mir keine Sorgen mehr um die zu Ende gehende Flatrate machen muss (bei DSL gibt es die weiterhin). Zudem darf ich mich jetzt über eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit freuen (768 kBit/s down, 128 kBit/s up), mit der das Surfen (und die Homepagebewertungen) so richtig Spass macht.
Der Besuchercounter hat bisher über 700.000 Besucher und über 6 Mio. PageViews gezählt.
Sep. 2001 Da die bei Strato gehosteten Domains zur Umleitung auf den deu.net-Server in letzter Zeit des Öfteren offline waren, habe ich entschlossen, alle meine Domains nach puretec umziehen zu lassen und bei der Gelegenheit auch gleich ein Paket mit 300 MB Speicherplatz zu beantragen. Der Umzug der mittlerweile 42 Domains ging eigentlich recht unproblematisch über die Bühne und der Speicherplatz reicht aus, um die wichtigste Seiten zu hosten, so dass diese jetzt in guter Geschwindigkeit abgerufen werden können. Der alte Server bei deu.net (der nicht so schnell ist) dient weiterhin als Mirror bei Nichterreichbarkeit und zudem als Archiv-Server, auf dem die nicht so sehr gefragte Inhalte abgelegt sind.
Jan. 2002 Der schnellere Server macht sich bemerkbar, die Zugriffszahlen steigen überproportional, anscheinend hatte der alte Server doch nicht die Bandbreite, um alle Anfragen der Besucher zu befriedigen. Inzwischen sind über 100 Mio. Hits von über 2 Mio. Usern registriert worden.
Jun. 2002 Das COOL-WEB ist nun 5 Jahre online, es ging (da noch ganz klein) im Juni 1997 ans Netz. Eine gute Gelegenheit für eine kleine Zwischenbilanz: In diesen 5 Jahren haben 3,6 Mio. Besucher das COOL-WEB beehrt und dabei etwa 11 Mio. Seiten abgerufen, was 145 Mio. Hits mit 427 GigaBytes Datentransfer zur Folge hatte. Ich hab mal nachgerechnet: Die Abrufe werden stetig mehr und zwar durchschnittlich um 15% pro Monat. Die PageViews liegen jetzt ungefähr bei einer halben Million, die Hits bei 10 Mio. und das Transfervolumen bei etwa 25 GB im Monat. Bei diesen Zahlen ist aus dem COOL-WEB mittlerweile ein kleineres Portal geworden. Und das macht Arbeit, aber die macht nach wie vor viel Spaß.
Sep. 2002 Das Transfervolumen pro Monat auf dem Hauptserver kratzt bedenklich nahe an dem Freivolumen von 25 GB. Wenn es darüber hinaus steigt, wird es richtig teuer. Also habe ich auf das nächstgrößere Paket bzw. das größte Paket (Power-Paket, mehr geht nicht mehr) bei dem gleichen Provider (puretec, oder 1 & 1, wie die sich jetzt nennen) gewechselt; damit sind jetzt 50 GB im Monat frei, was wieder ein bißchen Luft schafft, und die 1 GB WebSpace nimmt man natürlich auch gerne mit. Ist zwar nicht so billig bei puretec, dafür hatte ich da (im Gegensatz zu strato) bisher sehr wenig Probleme - und lieber Qualität und etwas teurer, als etwas, das nicht richtig funktioniert.
Nov. 2003 Mittlerweile reichen die 50 GB Inklusive-Traffic bei 1&1 auch nicht mehr. Und jedes GB darüber wird dort richtig teuer. Darum zieht das COOL-WEB auf einen eigenen WebServer, der nun in einem Rechenzentrum in Nürnberg "colocated" ist. Damit sind jetzt 75 GB Traffic frei, was zwar nicht lange reichen wird, aber Traffic darüber ist bezahlbar. Pluspunkt an dem eigenen Server ist natürlich auch, dass man das GZip-Modul für Apache installieren kann, was helfen wird, Traffic zu sparen (und zudem werden durch die Komprimierung HMTL-Seiten schneller übertragen).
Über den WebSpace muss man sich bei einem eigenen WebServer natürlich keine Gedanken mehr machen und die 80 GB-Platte sollte da doch erstmal für eine gewisse Zeit reichen. Und endlich keine Begrenzungen mehr in Hinsicht auf CGI-Programme, MySQL-Datenbanken, Apache-Module etc. Und das beste: gegengerechnet kommt der WebServer auch nicht teurer als das zwischenzeitlich riesig gewordene Paket bei 1&1.
Aug. 2004 Meinen WebServer in dieses - hier nicht näher genannte - RZ in Nürnberg zu stellen war ein Fehler. Ich war von 1&1 einen guten Durchsatz gewohnt (mit 768'er-T-DSL 90 KB/s) und kriegte hier immer nur Werte zwischen 40 KB/s und wenn's hoch kam 70 KB/s. Von Seiten des Providers hörte ich nur Ausreden, warum die Bandbreite so schlecht war, mal war es bestimmt meine Netzwerkkarte, mal bestimmt meine Konfiguration, mal gerade ein DDOS-Angriff für den man natürlich nichts konnte ... nur dumm, wenn man eine Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr hat und nicht so einfach aus dem Vertrag raus kommt. Doch zum Ende August '04 sollte die nicht gerade stressfreie Odyssee endlich ein Ende haben.
Ich hatte inzwischen Geschmack an einem eigenen WebServer gefunden, so dass ich da nicht mehr drauf verzichten wollte. Was lag also näher, als den Server im Büro aufzustellen? Am liebsten hätte ich dafür eine flat SDSL-Leitung mit 1 oder 2 MBit gehabt, aber das ist schlicht unbezahlbar. Und meine bisherige T-DSL-Leitung mit 768 down/128 up-kbit/s zu langsam. Also entschied ich mich für eine T-DSL-Business 2000 flat mit doppelten Upstream (384 kbit/s), was dann einen Durchsatz von ca. 45 KByte/s up macht, was erstmal reichen muss, bis die SDSL-Preise in bezahlbare Regionen gerückt sind. Die Kompression des WebServers dürfte für eine halbwegs flotte Übertragung auch noch beitragen. Viel langsamer als die ach-so-tolle-Super-Colo-100Mbit (LOL)-Anbindung dürfte das effektiv auch nicht sein und der Telekom muss man zugute halten, dass ich noch nicht einen T-DSL-Ausfall hatte in der ganzen Zeit, der Colo-Server war hingegen öfters mal schlecht erreichbar und hatte auch hin und wieder mal Pings jenseits der 1000 ms.


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