Review Meshnology N37E (Querformat) Meshtastic Bausatz


Die in China ansässige Firma Meshnology entwickelt und vertreibt Meshtastic-kompatible LoRa-Geräte, Bausätze und Zubehör für netzunabhängige Funkkommunikation. Sie setzt dabei Original-Hardware zum Beispiel von Seeed Studio und Heltec ein. Das Angebot richtet sich an Maker, Elektronikbastler, Funkamateure und alle, die ihre Hardware selbst aufbauen, anpassen und erweitern möchten. Im Fokus stehen offene Technologien, hochwertige DIY-Kits und praxisnahe Lösungen für Meshtastic-, IoT- und Off-Grid-Anwendungen.

Meshnology packt alle Bauteile, die man für ein Meshtastic-Fertiggerät benötigt in ein Kit. Dabei achten sie auf hochwertige Komponenten. Jedes Kit beinhaltet ein 3D-gedrucktes Gehäuse. Man bekommt also alles komplett geliefert, was man braucht und muss sich nicht erst auf die Suche nach den passenden Einzelteilen machen. Das Zusammenbauen muss man allerdings selbst erledigen. Das beschränkt sich meist aber auf zusammenstecken und zusammenschrauben. Der Lötkolben darf also kalt bleiben. Manche Original-Hardware gibt es gar nicht mit Gehäuse, so dass Meshnology hier eine Lücke schließt für diejenige, die eine bestimmte Hardware-Plattform bevorzugen.

Das Meshnology N37-DIY-Kit beinhaltet:

Die Hardware

Den Seeed Wio Tracker L1-E-Ink gibt es bei Seeed Studio nur ohne Gehäuse. Hier springt Meshnology in die Bresche und bietet ein Kit inklusive passendem 3D-gedrucktem Gehäuse an.

Das L1 mit E-Ink ist allerdings noch neu bei Seeed. Und so ist es folgerichtig auch mit dem Kit von Meshnology. Ich habe eine Vorab-Version (die es allerdings auch schon zu kaufen gibt, so scheint es) Ende Juni 2026 bekommen und teste diese hier. Ich habe auch bereits Verbesserungsvorschläge an Meshnology eingereicht, etwa zum FPC-Flex-Kabel, die auch schon im Begriff sind, umgesetzt zu werden. Das Kit ist also noch in Entwicklung und manches, was ich hier als verbesserungswürdig deklariere, ist vielleicht schon verbessert in einem Kit, was ihr dann bestellt. Aber natürlich kann ich hier nur testen, was ich habe zu dem Zeitpunkt, zu dem ich es habe. Meshnology hat mir aber versprochen, mich mit Updates zu versorgen, die ich testen werde, sobald ich sie habe. Ich werde dann entsprechende Update-Hinweise ans Ende dieses Reviews einfügen.

Das Mainboard des N37E ist das gleiche wie das vom Meshnology N37 und den von Seeed vertriebenen, ähnlichen Seeed Wio Tracker L1 Pro. Diese beiden zuletzt genannten haben allerdings nur ein kleines OLED, nicht so ein schönes, großes und vor allem stromsparendes Display. Auch das GPS, das Display und der tolle Joystick sind ansonsten die gleichen. Dieser Joystick macht die Bedienung der aktuellen Meshtastic Firmware so richtig angenehm.

Das Seeed-Kit hat keinen Akku und kein Gehäuse dabei. Hier legt Meshnology einen großen 3000 mAh Akku bei und ein passendes Gehäuse, was man beim Preis natürlich berücksichtigen muss. Die Position der GPS-Antenne, die ich beim N37 noch gelobt hatte, ist hier nicht so toll auf den ersten Blick. Denn die GPS-Antenne ist hinter dem E-Ink-Display verbaut. Man wollte unterm Strich wohl ein möglichst kompaktes Gehäuse bei Meshnology realisieren. Ich hatte schon Befürchtungen, dass der GPS-Empfang jetzt sehr schlecht sei, da ja das E-Ink-Display dazwischen ist; aber das hat sich nicht bewahrheitet. Ich hatte einen GPS-Fix in annehmbarer Zeit. Vielleicht liegt das an der Natur des E-Ink-Display, durch das nur Strom läuft, wenn es aktualisiert wird. Und da es die meiste Zeit stromlos ist, ist die Position hinter dem Display wohl nicht so schlimm wie gedacht. Allerdings denke ich schon, dass der GPS-Empfang einen Hauch schlechter sein wird bei N37E.

Im Inneren des N37 werkelt auf einem Wio L1 Mainboard als Hauptprozessor ein nRF52840 von Nordic Semiconductor, wie übrigens auch bei T-Echo und ThinkNode M1 oder Seeed T1000E. Die nRF-Mikrocontroller sind für ihre Stromsparsamkeit bekannt.

Auch der für LoRa zuständige Chip, ein Semtech SX1262, ist ebenfalls auf Stromsparen getrimmt. Er verbraucht noch weniger Strom als sein Vorgänger SX1276. Trotz verringerter Leistung ist der Empfang beim SX1262 ein wenig besser als beim SX1276. Das N37E hat dasselbe E-Ink-Display wie das Seeed Wio L1 E-Ink. Das hat ein "16:9"-Format, während die ePaper-Displays der Konkurrenz (LilyGo T-Echo, Elecrow M1) eher quadratisch sind. Das ist toll für längere Text-Nachrichten und wäre auch toll für die "normale" (und nicht die HUD-) Version, doch dazu später noch mehr. Der große 3000 mAh-Akku ist fast schon überdimensioniert für ein E-Ink-Gerät. Das wird eine lange Zeit durchhalten, erst recht, wenn man zum Beispiel zusätzlich auf Sound und GPS-Empfang verzichtet.

Ein Nachrichteneingang wird über einen gut hörbaren Buzzer signalisiert. Allerdings hört man den Buzzer - obwohl das gleiche Modell - beim N37E hörbar leiser als beim Seeed L1 Pro, das auf der Rückseite Löcher für den Sound hat. Dadurch ist das Seeed natürlich auch wasserempfindlicher. Ein IP-Rating haben beide Geräte nicht.

Der Zusammenbau

Auf der Meshnology N37E-Seite gibt es leider noch keine Zusammenbau-Anleitung. Auf den "letzten Drücker" erhielt ich eine e-mail von Meshnology mit Tipps zum Zusammenbau, ohne die ich wahrscheinlich verzweifelt wäre. Denn wie herum das FPC-Flex-Kabel einzubauen ist, das ist a) kontraintuitiv und b) nirgends gezeigt oder beschrieben.

Eigentlich ist der Zusammenbau ziemlich einfach. Man kann außer mit dem Display und dem FPS-Kabel nicht viel falsch machen und der schon etwas erfahrene Bastler würde sicher auch ohne Anleitung auskommen, wäre da nicht das vermaledeite Kabel.

Das L1 Mainboard von Seeed ist das gleiche wie beim Seeed L1 Pro oder dem N37. Das ist sehr flexibel und hat zwei Display-Anschlüsse. Eins für OLED (N37, L1 Pro) und eins für E-Ink. Das sieht man nur nicht, wenn das OLED-Display schon vorinstalliert ist.

Und das ist auch die eigentlich Herausforderung beim N37E, selbst wenn man schon ein N37 zusammengebaut hat. Denn hier liegt eigentlich das falsche und zu kurze FPC-Kabel bei. Man bräuchte eigentlich ein 10 cm langes FPC Kabel mit den Kontaktflächen auf derselben Seite, nicht wie das mitgelieferte, wo die Kontakte flach auf den Tisch gelegt, links auf der Oberseite und rechts auf der Rückseite sind. Und zudem, die Information, dass das FPC-Kabel mit der blauen Folie nach oben zeigend in die FPC-Buchsen eingeführt werden muss, auf dem Mainboard allerdings wieder kontraintuitiv von innen und nicht von außen kommt.

Was ich empfehle, als erstes zu machen, ist diese kleinen PigTails (das sind die mit den Antennen-Schraubgewinden am Ende) einzustöpseln. Die sind ziemlich straff und man braucht schon ein wenig Geduld, bis es "schnackelt". Diese Geduld sollte man sich aber auch nehmen und tunlichst darauf achten, den Stecker absolut waagerecht aufzustecken und nicht zu verkanten. Diese kleinen Buchsen auf dem Board sind sehr empfindlich und verbiegen leicht oder reißen von der Platine ab. Bei mir hat geholfen, die Buchse waagerecht auszusetzen und dann etwas zu drehen, während ich sie gerade herunterdrücke. Gar nicht so einfach und ich brauchte mehrere Versuche. Irgendwann klappt es dann aber. Nur nicht die Geduld verlieren. Hier ist schnell etwas zerstört.

Dann presst man den 3D-gedruckten Joystick-Knopf wieder waagerecht mit etwas Druck auf den Joystick. Die Führung ist vierkantig und es braucht ein bisschen Kraft und dann macht es Klack und der Joystick sitzt.

Den Reset Button an der Seite und den Funktionsbutton neben dem Joystick befestigt man am besten mit etwas Klebeknete an der Außenseite. Damit ist die Gefahr, dass diese eventuell herausfallen, gebannt.

Nun die Antennenbuchse innen anbringen, besser vor dem Mainboard, sonst beengt man sich unnötig. Alle Muttern ab (Reihenfolge merken), die Antennenbuchse von innen in das sechskantige Loch und Muttern wieder drauf. Sanft mit der Zange von außen festziehen - sitzt.

Nun das Mainboard einsetzen. An der USB-Buchse orientieren. Die muss in die Seite. Der Joystick durch das Loch unten. Also schräg einsetzen und dann fallen lassen. Schauen, dass das Mainboard gut sitzt und dann mit den Schrauben befestigen. Da sich die Schrauben durch das Plastik schneiden müssen, braucht man dafür ein wenig Kraft am Anfang. Und man muss darauf achten, dass die Schrauben senkrecht reingeschraubt werden, denn sie neigen sich zu neigen (kleiner Wortwitz!). Wenn sie ihren Weg gefunden haben, nicht übermäßig kraftvoll zu Ende schrauben. Das Motherboard soll sicher sitzen und nicht mehr wackeln, fester muss es nicht sein, denn hier kommt nach fest nicht ab, sondern Platinenbruch, wenn es doof läuft.

Die GPS-Antenne gehört in den Bereich mit dem komischen halben 4 mm - "Loch", das nicht wirklich ein Loch ist, aber es fällt Licht durch. Genau da gehört der Lötbatzen der GPS-Antenne hinein.

Jetzt LoRa-Antenne aufschrauben (der SX1262 mag nicht so gerne ohne Antenne betrieben werden) und die Batterie anschließen. Dazu den roten Draht an die Stelle, wo das + auf der Platine ist. Dann das Gehäuse zuklappen und schauen, dass nirgends Kabel geklemmt werden oder dort sind, wo die Schrauben lang gehen werden.

Jetzt wird es fast ein wenig experimentell, zumindest war das so bei mir. Mit dem E-Ink-Display sollte man sehr vorsichtig umgehen, das bricht schnell - und ist teuer. Am besten probiert man erst einmal trocken, ohne das Display komplett einzubauen. Lassen wir es einfach am Flex-Kabel baumeln und überprüfen wir immer wieder, ob es geht. Dafür braucht es natürlich den Akku. Erst wenn das Display nach einem Reset auch flackert und dann was anzeigt, dann ist alles gut und wir können das Display festschrauben und die Meshnology-Schutzfolie drüber kleben.

Wie gesagt: Das Blaue Ende gehört nach oben. In der Antennen-Tüte findet ihr einen FPC-Adapter. Den braucht ihr, um das super kurze orangefarbene Kabel des Displays zu verlängern.

Schaut mit einer Lupe, wo im Adapter die silbernen Kontakte sind. Das ist unten. Da gehören die Kontakte der einen Seite des Verlängerungskabel-FPC-Kabels hinein. Die schwarze Klammer sanft nach außen ziehen. Dann lässt sich das Kabel sanft einschieben, dann festhalten und das schwarze Teil zur Mitte schieben. Am besten zu zweit: einer hält fest, der andere schiebt an beiden gleichzeitig. Dadurch wird das Kabel geklemmt und die Kontakte auf die Kontakte gepresst.

Jetzt das Display mit dem orangefarbenen FPC-Kabel auf die selbe Art einstecken. Die Kontakte müssen auf der selben Seite des Adapters sein. Beim Schieben nochmals vorsichtiger sein und nicht am Display herumbiegen, das bricht sonst.


Super! Jetzt habt ihr ein Display mit längerem Kabel. Das allerdings zu kurz ist. Und das ist extrem dumm. So bleibt uns nämlich nur übrig, das Display falsch herum einzubauen, oben unten unten zu vertauschen, upside-down also. Und außerdem ist das FPC-Verlängerungskabel das falsche. Wir haben hier eins mit Kontakt oben / Kontakt unten. Wir bräuchten ein Kontakt oben / Kontakt oben. Dumm gelaufen. Darum müssen wir das Verlängerungskabel nun etwas doof knicken. Und zwar so, dass die Kontakte auf beiden Seiten oben sind. Achja, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?


Dann am Mainboard sanft den schwarzen E-Ink-FPC-Anschluss-Schieber öffnen und das FPS-Verlängerungskabel mit der blauen Folie innen ins Mainboard schieben. Das geht sogar, wenn ihr das Mainboard schon eingeschraubt habt.

Dann testen, ob das Display auch was anzeigt. Ja, der Inhalt wird auf dem Kopf stehen. Was uns in ein weiteres Problem laufen lässt - dazu später.


Jetzt muss das Display upside-down (anders ist ja kein Platz und das Kabel wäre zu kurz) in die dafür vorgesehene Aussparung. Schaut vorher, ob die Kanten der Einfassung auch gerade frei sind. Bei mir hatten sich die Bohrlöcher ein wenig zu breit gemacht, die musste ich mit dem Skalpell ein wenig bearbeiten, damit das Display schön in die Aussparung hinein gelegt werden kann. Bitte nicht gewaltsam einpressen. Da gewinnt das Gehäuse. Und das Display verliert. Und ihr Geld, das ihr dann für ein Ersatz-Display braucht.

Mit ein bisschen Drücken und Stopfen und Biegen am Kabel findet das Display Platz in der Aussparung. Es neigt aber bestimmt wie bei mir dazu, nicht so bleiben zu wollen. Darum müssen wir es jetzt mit dem Rahmen festschrauben.


Ich habe beim Foto rechts absichtlich den Gamma-Wert extrem hoch eingestellt, damit man die Einkerbungen im Rahmen sieht und wie herum der gehört. Das macht nämlich einen feinen Unterschied.

Festschrauben und wenn der Rahmen hält und das Display beim Einschalten flackert: Glückwunsch! Du hast es geschafft.

Was für ein Trip. Und das nur, weil das falsche Flex-Kabel mitgeliefert wurde. Und das Bild steht trotzdem auf dem Kopf. Wegen des falschen Kabels. Wie wir das bereinigen, im Abschnitt "Fertiges Gerät".

Aber eigentlich ist das alles nicht nötig. Mit dem richtigen Flex-Kabel, ich sage es noch einmal: 10 cm lang, Kontakte auf beiden Seiten gleich, also Oberseite: Kontakt / Kontakt und Unterseite: blaue Folie / blaue Folie, wäre alles so easy.

Das hier ist also nur ein Workaround für das falsche Kabel. Welches Kabel das richtige wäre, habe ich Meshnology schon mitgeteilt.


Oder man ändert das Loch für das Kabel im Gehäuse. Statt es linksbündig zu machen, einfach rechtsbündig machen, da wo die Antenne ist. So hat sich das wohl auch Seeed gedacht (siehe 1-Foto). Hier kann man einfach das Display horizontal nach rechts verschieben. Mit dem mitgelieferten Kabel. Unter dem Display entsteht dann eine Welle, vom rechten Rand des Display aus gesehen, geht es erst mit 180° Wendung nach links und dann am passenden Platz wieder mit 180° Wendung nach rechts. Alles sauber und super easy Installation!


Im 3D-Design müsste man eigentlich dafür nur (2) entfernen. Für die Stabilität könnte man (1) einfügen. Und (3), um die GPS-Antenne zu halten. Die kann man aber auch kleben. Wer sich traut, schneidet die Fläche (2) einfach selber raus bis zum Rand. Aber hey: auf eigene Gefahr, ich habe das noch nicht getestet!

Haben wir die Kabel-Hürde überwunden, dann ist der Rest Pille-Palle.

Zuerst den Akku einkleben. Den so positionieren, dass das Kabel (dann im zusammengeschraubten Zustand) möglichst nahe der Bat-Buchse rechts ist.

Dann einen kleinen Funktionstest, ob das Display noch etwas anzeigt, wenn wir den Schalter nach oben schieben und das Gerät einschalten? Sieht alles gut aus? Prima!

Dann können wir das Gerät ja zusammenschrauben. Das geschieht auf eine pfiffige Art und Weise: die quadratischen Scheiben kommen in die Aussparungen und dann kommen die Schrauben rein. Auf Widerstände achten - nicht, dass da doch noch ein Kabel im Weg ist. Auch die Schrauben nicht zu fest ziehen, denn das Metall der Schrauben ist stärker als das Plastik und wir wollen ja nicht heraus brechen.

Fertig! Der Rest war easy, nicht wahr? Bei mir war die richtige Meshtastic-Firmware bereits vorinstalliert, so dass ich gleich loslegen konnte. Allerdings gibt es da noch eine bessere Version - da komme ich sofort drauf zu sprechen.

Hier ein Video, in dem ich den Zusammenbau noch einmal genau zeige, weil ein Bild sagt mehr als tausend Worte und ein Video nochmals mehr (ab 1. August 2026 abrufbar):



Meinen ersten Eindruck beim Auspacken der Meshnology-Bausätze könnt ihr in meinem Mailbag #171 bewundern (ab 11. Juli 2026 abrufbar):



Das fertige Gerät


Das fertige N37E ist wohl so gedacht, dass man es mit zwei Händen hält, um es zu bedienen. Zur Not kann man es auch mit einer Hand bedienen. Auch kann man es gut hinstellen. Super praktisch und durchdacht: Für den Transport knickt man einfach die Antenne hinter dem Gehäuse ein und kann es dann locker in die Tasche stecken.

Dann misst es nur 91 x 69 x 28 mm; mit einem Gesamtgewicht von: 126.3 g.

Da die LoRa-Antennen und das Mainboard identisch sind, sollte es bei der Empfangsempfindlichkeit bzw. Sendestärke keine Unterschiede zum N37 oder L1 Pro geben.

Das Gehäuse des N37 ist präzise auf 3D-Druckern von Bambu Lab (diese sind für Präzision und Geschwindigkeit bekannt) mit Qualitäts-PLA gedruckt worden. Die Wandstärke des N37E-Drucks ist mehr als ausreichend und das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck. Nichtsdestotrotz: PLA hält Temperaturen über 60° C nicht dauerhaft stand. Darum bitte nicht stundenlang auf dem Armaturenbrett im Auto im Sommer liegen lassen, damit sich das Gehäuse nicht eventuell doch verzieht.

Im Grunde ist die richtige Firmware für dieses Gerät schon installiert, denn von Meshtastic gibt es nur eine Firmware, mit der man das Display um 90, 180 oder 270 Grad drehen kann, die HUD-Version. Die ist wohl dafür da, das Gerät auf das Armaturenbrett zu legen und die Spiegelung dann mittels einer halbdurchlässigen Spiegelfolie an der Windschutzscheibe abzulesen. Zwar vermisse ich zu diesem Zweck ein Spiegeln-Funktion, aber drehen lässt sich der Display-Inhalt schon und so bekommen wir dann auch den Inhalt richtig herum und nicht mehr auf dem Kopf dargestellt.

In der von Meshnology vorinstallierten Beta-HUD-Version funktioniert allerdings der Joystick nicht. Man muss sich mittels Kurz-Drücken = weiter und Lang-Drücken = bestätigen durch das Menü hangeln und dann bei Display: Rotate auf 180° stellen, dann zurück ins Hauptmenü und dann "Shutdown and reboot" auswählen. Das nicht vergessen, sonst ist der Bildschirminhalt beim nächsten Boot wieder auf dem Kopf.

Mit der neuesten Alpha-HUD-Meshtastic-Firmware wird dann auch der Joystick unterstützt. Allerdings fehlen alle die tollen Funktionen der Normal-Firmware (ohne HUD) und der Joystick kann sein Potential gar nicht ausspielen. Und das alles wegen eines falschen Kabels bzw. einem falschen 3D-Design.

Bleibt zu hoffen, das Meshnology da schnell was ändert, so dass wir das Display richtig herum einbauen können. Am einfachsten wäre natürlich, das 3D-Design zu ändern und die Aussparung für das Display-Kabel auf die andere Seite zu verschieben, dann könnte man direkt weiterhin die Kabel von Seeed weiterreichen. Und ich schätze einmal, dass die Gehäuse on Demand gedruckt werden und da nicht Hunderte schon im Voraus gedruckt worden sind. Das ist eine oder zwei Stunden Arbeit am 3D-Design und alles ist in Butter. Ich schreibe das Meshnology natürlich nochmal, damit die das ändern können. Komisch, dass die da nicht allein drauf gekommen sind.

Hier schon mal der Hinweis zur Bedienung mit dem Joystick, wenn dann die normale Firmware benutzbr ist. Das wird bestimmt bald was mit dem Richtig-Herum-Kabel und wenn ich das eine Flex-Kabel, dass ich hier noch habe, selbst zuschneide. Das hat beide Kontakte auf der selben Seite, ist allerdings drei Pins zu breit. Da brauche ich mal ein gutes Auge, ein Skalpell und eine ruhige Hand.

Für die Bedienung mit dem Joystick bitte das Review des Seeed L1 Pro lesen, in dem ich ausführlicher darauf eingehe.

Ich möchte den Joystick auf jeden Fall nicht mehr missen. Im L1 Pro-Review gibt es auch eine kleines Demo-Video des Joysticks und der Firmware. Außerdem geht es noch einmal auf die Bedienung über die Meshtastic-App ein, ist also durchaus auch für N37E-Besitzer interessant.

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Ein Lese-Muss ist mein LoRa-Meshtastic Gerätevergleich mit großer Vergleichstabelle. Hier könnt ihr alle Features der von mir getesteten Geräte miteinander vergleichen und das richtige für einen Kauf finden.

Welches Gerät welche Sende- und Empfangsleistung an den Tag legt könnt ihr in meinem LoRa-Meshtastic Reichweitentest über 2, 2.5 und 3 km nachlesen.

Sicher ist der direkte Vergleich mit dem ganz ähnlichen Produkt von Seeed Studio interessant. Das Review des Seeed L1 Pro sollte man lesen.

Auf die anderen Produkt-Reviews von Meshnology möchtet ihr vielleicht auch einen Blick werfen:

Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links