LoRa-Meshtastic Gerätevergleich: Die große Vergleichstabelle


Wer sich beim Lesen der Überschrift fragt, was Mestastic überhaupt sein soll, dem sei zum Einstieg mein Artikel LoRa Meshtastic - was ist das? empfohlen.

In den letzten Wochen haben mir einige Hersteller von Meshtastic Endgeräten Ihre Produkte für eine Beurteilung und einen Vergleich zur Verfügung gestellt. Ich habe mir jedes der Geräte vorgenommen, es getestet und untersucht.

Dabei hat mir das eine Feature an dem einen Gerät besser gefallen, dafür aber das andere Feature an einem anderen Gerät besser. Will sagen: es gibt keinen klaren Sieger. Und keines der Geräte ist ein Reinfall.

Man kann also nicht allzu viel falsch machen beim Einstieg in die Meshtastic-Welt, aber je nachdem, welcher Anwendungstyp man ist, gibt es doch die eine oder andere Empfehlung von mir, die sich der großen Vergleichstabelle anschließt.

Hinweis zur Tabelle auf Desktop-Browsern: Klickt einmal in die Tabelle und benutzt dann die Cursor-Tasten links und rechts, um seitwärts zu scrollen, auch wenn der horizontale Scrollbalken am unteren Rand der Tabelle noch nicht sichtbar ist.

Ein Klick auf den Namen des Meshtastic Geräts bringt euch direkt auf das Review des entsprechenden Gerätes mit ausführlichen Informationen. Etwas weiter rechts in der Tabelle findet ihr Preise, Shop-Links (ggf. mit Promo-Rabatt-Code), falls ihr euch für eines entschieden habt und es kaufen wollt.

Meshtastic GerätFoto des GerätesPreis im Shop (China)Preis amazon .deMCULoRa ChipGPSDisplayBedienungAkkuGehäuseIP-RatingPortsAntenneExtrasVarianten, FarbenProsConsSonstige Anmerkungen
LILYGO T-Echo MeshtasticUSD 48.49 (inkl. BME280 = $49.92) (Rabatt-Code: DocCool)88€nRF52840Semtech SX1262L76K GNSS: GLONASS, BeiDou, QZSS, über interne Keramik-AntenneePaper 1.54", 200x200 px, Hintergrundbeleuchtung per Sensor-Touch1 Reset-Button, 1 Steuer-Button: kurz = nächster Screen, lang = Menü. Im Menü: kurz = nächstes Item, lang = Auswahl; zudem über Bluetooth und Meshtastic App auf Smartphone, ein Sensor-Touch-Knopf: Display-Hintergrundbeleuchtung an/aus850 mAh, Laufzeit ca. 1.5 bis 2 Tagestabiles ABS Spritzguss-Gehäuse, mit Antenne: 127 x 24.3 x 53.8 mm, 2 3mm Schraublöcher hinten, Gesamtgewicht: 74.6 gkein IP-Rating, stoßfest (bis auf Display)USB-C rechtsexterne Stummelantenne: 6 cm kurz, 1.37 cm dick, starrBME280 Sensor (Temp. PCB, Luftdruck, Luftfeuchte) (optional), 2 Status-LEDs, NFC (?), kein Buzzerweiß, schwarz, grau, braunstromsparendes ePaper-Display, guter LoRa und GPS-Empfang, gute Sensor (BME280)-Integration, hochwertig verarbeitet, kleiner Formfaktorkein Buzzer, Hintergrundbeleuchtungsstärke nicht einstellbar, Reset-Taster etwas unglücklich positioniertBME280-Option für den Preis empfehlenswert
LILYGO T-Echo PlusUSD $64.22 (Rabatt-Code: DocCool)74€nRF52840Semtech SX1262L76K GNSS: GLONASS, BeiDou, QZSS, über interne Keramik-AntenneePaper 1.54", 200x200 px, Hintergrundbeleuchtung per Sensor-Touch, in Stufen einstellbar1 Reset-Button, 1 Steuer-Button, versenkt, gummiert; ein Sensor-Touch-Knopf: Display-Hintergrundbeleuchtung mehrere Helligkeiten durchschaltbar; zudem über Bluetooth und Meshtastic App auf Smartphone steuerbar2400 mAh, Laufzeit mit Meshtastic Firmware V2.7, GPS und Bluetooth durchgehend ca. 43 h, mit GPS an und BT sporadisch ca. 172 hstabiles ABS Spritzguss-Gehäuse, ohne Antenne: 89.2 x 45.1 x 53.8 mm, mit Antenne 240 mm hoch, zwei M2 x 2.5mm Schraublöcher und ein Stativgewinde 1/4 Zoll hinten, Gesamtgewicht mit Antenne: 143.6 g, stabiler Stahlbügel für Karabiner oder Diebstahlschutz, gummierte Rückseitekein IP-Rating, aber spritzwasserabweisendes Design, stoßfest (bis auf Display)USB-C rechts unter roter Wasserschutzkappe, Konnektor 4pol. I2C unter schwarzer "USB"-Wasserschutzkappeexterne Rubber-Duck-Antenne 17cm lang (Lambda Halbe), 0.45 cm dünn, flexibel, Modell wie beim T-DeckBHI260AP-Sensor für AI-Motiontracking (z. B. Schrittzähler), sechs Achsen; 2 Status-LEDs, Buzzer, Vibrationsmotorweiß, schwarz, grau, braunstromsparendes ePaper-Display, guter LoRa und GPS-Empfang, hochwertig verarbeitet, wasserfestes Design; erweiterbar mit I2C-Sensoren wie BME680 über AnschlussbuchseBedien-Taster durch Versenkung etwas schwer zu bedienen, Gehäusedicke zu groß für Jacken- oder Hosentasche, aber Karabiner-BügelBuzzer, Vibrationsmotor und Bewegungssensor werden noch nicht in Meshtastic Firmware unterstützt, Hintergrundbeleuchtungsstärke in Meshtastic Firmware V2.7 (Ende 2025) noch nicht einstellbar. LilyGo-Firmware zeigt, dass es geht. Bis zur vollen Unterstützung folgende Pins eintragen: GPS empf. 41, GPS senden 40, GPS aktiv 36, Ausgabe Summer 8, I2S verwenden.
LILYGO T-Deck Plus MeshtasticUSD 81.66 (mit externer Antenne: $86.41) (Rabatt-Code: DocCool)95€ (Version mit Gehäuse, ext. Antenne und GPS)ESP32-S3FN16R8 plus ESP32-C3 für TastaturSemtech SX1262ja2.8" 320x240 px ST7789 SPI IPS Farb-TFT mit Touchscreen (kapazitiv)1 zu leichtgängiger Reset-Button links, Ein/Aus-Schiebeschalter rechts. Bedienung über Touchscreen oder Mini-Trackball, Eingabe von Nachrichten über Mini-Tastatur (mit Hintergrundbeleuchtung)2000 mAh, Laufzeit mehrere Tagestabiles ABS Spritzguss-Gehäuse, Kamera 1/4" Schraube hinten, ohne Antenne 115 x 19.4 x 73, Gesamtgewicht: 150 gkein IP-Rating, stoßfest. Display nicht versenkt und nicht kratzfest.USB-C unten, SD-Card-Slot rechts, 4 Pin-2mm-JST mit RX (Pin 44) und TX (Pin 43)externe Rubber-Duck-Antenne 17cm lang, 0.45 cm dünn, flexibelI2S-Lautsprecher, der Melodien bei Nachrichteneingang abspielen kann.silbergrau, T-Deck ohne Gehäuse und ohne GPS: $46.52standalone nutzbar mit integrierter Tastatur, Firmware bietet alles für Gebrauch in-Field. Sehr gut Bedienung über Touch-Screen. Zudem Trackball, großer Akku, Kartendarstellung ohne Internet möglich, separater Ein-/Ausschalteretwas größer, lange Antenne (dadurch aber auch guter Empfang), Reset-Taster etwas unglücklich positioniert, Lade-Port geht nach unten wegexterne Antenne auf jeden Fall zu empfehlen
Meshtastic GerätFoto des GerätesPreis im Shop (China)Preis amazon .deMCULoRa ChipGPSDisplayBedienungAkkuGehäuseIP-RatingPortsAntenneExtrasVarianten, FarbenProsConsSonstige Anmerkungen
Elecrow ThinkNode M1 Meshtastic USD 53.90 mit schwarzem Gehäuse nRF52840Semtech SX1262jaePaper 1.54", 200x200 px, Hintergrundbeleuchtung stufenlos per Poti einstellbar (gleichzeitig Ein-/Ausschalter)1 Drehknopf zum Ein-/Ausschalten und Regeln der Hintergrundbeleuchtung, Schiebeschalter für GPS an/aus, 1 Funktionstaster (2x=Hintergrundbeleuchtung an/aus, 3x=SOS), 1 Bedienknopf zum Durchblättern der Infoscreens1200 mAh, Laufzeit mehrere Tagestabiles ABS Spritzguss-Gehäuse, mit Antenne: 120 x 26.4 x 52.4 mm, 2 2mm Schraublöcher hinten, Gesamtgewicht: 81.6 gkein IP-Rating, stoßfest (bis auf Display)USB-C untenexterne Stummelantenne: 5 cm kurz, 1.21 cm dick, starr, fest verlöteter Antennenanschluss innenBuzzer, der Melodien bei Nachrichteneingang abspielen kann (etwas leise)ohne Gehäuse: $37.50stromsparendes ePaper-Display, tolle Bedienelemente, Hintergrundbeleuchtungsstärke komfortabel einstellbar, großer Akku, kleiner Formfaktorschlechterer GPS und Bluetooth-Empfang und leicht schlechter LoRa-Empfang als der T-Echo, Lade-Port geht nach unten weg, fest verlöteter Antennenanschluss, kein IPEX Anschluss
Elecrow CrowPanel Advance 3.5“ HMIUSD 33.25 inkl. Acryl-Gehäuse und LoRa ModulESP32-S3FN16R8 plus 512KB SRAMLoRa Aufsteck-Modul mit SX1262kein GPS3.5" 320x480 px IPS Farb-TFT mit Touchscreen (kapazitiv)1 Reset und 1 Boot-Button für ESP32, 1 Reset-Button für LoRa Modulkein Akku, aber gut zugängliche Batterie-Buchse zum Nachrüstengestapelte, gelaserte Acryl-Scheiben, passgenau, mit oben aufgeklebter, mitgelieferter Mini-Antenne 107 x 19 x 63.4 mm, Gesamtgewicht: 113 gkein IP-Rating, empfindliche Teile wie LoRa-Modul mit Micro-Antennenbuchse (U.FL) liegen freiUSB-C Power und USB-UART0 unten, SD-Karten-Slot rechts; Rückseite: Crowtail: UART1 out, I2C; JST 2mm, 2pol.: Speaker, Batt.; JST 2.54mm, 4pol.: UART1 in mit dem LoRa Modul wird eine Mini-Antenne, 65 mm, Dm. 6mm mitgeliefert, die an den Micro-Antennenanschluss am LoRa Modul angeschlossen widinterner Buzzer, der Melodien bei Nachrichteneingang abspielen kann, Audioverstärker für externen Lautsprecher, Mikrofon, z. B. für Spracheingabe, batteriegepufferte RTCweitere Module um $5) für ZigBee, Thread, Matter, 2.4 GHz, WiFi6 statt Lora-Modulgroßer Touch-Screen, als Standalone-Gerät ohne zusätzliches SmartPhone verwendbar; CrowPanel-Plattform universell programmier- und einsetzbarkeine eigene Tastatur wie T-Deck, auf LVGL-Software-Tastatur angewiesen; kein eingebauter Akku, auf Powerbank oder Nachrüstakku angewiesen; LoRa Modul etwas empfindlich, da etwas herausstehend auf Rückseite, einfassendes 3D-Druck-Gehäuse könnte Abhilfe schaffenEmpfang mit der Mini-Antenne wird nicht sehr gut sein, aber man kann natürlich auch ein Pigtail-Kabel am U-FL Stecker anschließen und dann größere Antennen verwenden
Meshtastic GerätFoto des GerätesPreis im Shop (China)Preis amazon .deMCULoRa ChipGPSDisplayBedienungAkkuGehäuseIP-RatingPortsAntenneExtrasVarianten, FarbenProsConsSonstige Anmerkungen
Seeed Wio Tracker L1 ProUSD 42.90 (Promo-Rabatt-Code NI5B6MBQ)58.99€ (mit anderem 3D-gedruckten Gehäuse; Verkäufer: chin., Versand: amazon)nRF52840Semtech SX1262L76K GNSS: GLONASS, BeiDou, QZSS, über interne AntenneOLED 128x64 px, 1.3", weiß; gelbe LED für LoRa Aktivität, rote LED für Ladezustand, gelbe LED für Solar-Statusein Reset-Knopf, ein Schiebeschalter für an/aus, ein Funktions-Button, ein Joystick 4-Wege plus Click für Steuerung2000 mAh, Laufzeit rund vier Tage3D-gedrucktes Gehäuse aus Nylon (sehr widerstandsfähig): 181 x 56 x 26 mm mit mitgelieferter Antenne, Länge 72.5 mm ohne Antenne, Gesamtgewicht: 93.2 gkein IP-Rating, stoßfest. Display ist versenkt und damit geshützt, aber empfindlichUSB-C-Port an der linken SeiteLoRa Antenne mit 11 cm Länge und 9.5 mm Dicke, abknickbar 45 und 90°interner Buzzer, der Melodien bei Nachrichteneingang abspielen kannL1 Pro mit schwarzem Nylon-Gehäuse, OLED und orangefarbenen Buttons, L1 ohne Gehäuse und mit OLED; L1 Lite ohne Gehäuse und ohne GPS; L1 E-Ink ohne Gehäuse und mit ePaper-Displayviele Bedienelemente wie der Joystick, die aber leider noch nicht durch die Meshtastic Firmware unterstützt werden. Großer Akku, Anschluss für Solar-Panel (innen, 5V, 1A)kein Schraubgewinde auf der Rückseite, nur Schlaufenloch für Lanyard und Co. OLED-Display zwar gut ablesbar, aber nicht so stromsparend wie ePaper.Display schaltet sich bei neuen Nachrichten und Statusmeldungen von selbst an. Time-To-Standby-Zeit kann in der App eingestellt werden.
Seeed T1000-E TrackerUSD 39.90 (wird aus Deutschland versandt, Promo-Rabatt-Code 44GI1A3S)64.46€ (Versender und Verkäufer: amazon US)nRF52840Semtech LR1110Mediatek AG3335 GPS module, leicht besser als RAK-Tag, 1 bis 2 Satelliten mehr.kein Display, nur eine LED, die den Status anzeigt1 wasserfester Druckknopf: halten: an/aus700 mAh, nicht ohne weiteres austauschbar, da Gehäuse verklebt oder verschweißt, Laufzeit mit einer Ladung ca. 55 h durchgängig, 20% weniger als RAK-Tagwassergeschütztes und stoßfestes Gehäuse in Kreditkarten-Größe 85 x 55 x 6.5 mm, Gesamtgewicht: 36.5 gIP-Rating 65: Staubdicht, Schutz gegen Strahlwasser4-poliger magnetischer (verpolsicherer) Lade- und Datenport (USB), magnetisches USB-Kabel wird mitgeliefertflache, kleine Antenne im Gehäuseinterner Buzzer, der Melodien bei Nachrichteneingang abspielen kann, Temperatur- und Lichtsensor, Beschleunigungsmesser (noch nicht durch Firmware unterstützt)transluzentes Gehäuse mit schwarzem PCB und Akkuunglaublich guter Empfang mit der kleinen internen Antenne. Wetterfest, kann ohne Sorge bei Regen am Rucksack getragen werden. Klein und leicht, kann in Hosen- oder Hemdtasche gesteckt werden, LED von allen Richtungen sichtbar, Buzzer laut genugkeine externe Antenne anschließbar, zur Zeit kann der LoRa-Chip LR1110 keine Meshtastic Pakete von älteren Geräte mit SX127x Chip empfangen. In neuen Geräte ist aber fast immer ein kompatibler SX1262 anzutreffen.LED blinkt weiterhin langsam grün (Firmware V2.6), auch wenn Akku schon 100% voll geladen. Das Akku voll ist, kann man an PWD >= 4.2V oder der schnell abfallenden Temperaturkurve in der Telemetrie in der Meshtastic App erkennen.
Meshtastic GerätFoto des GerätesPreis im Shop (China)Preis amazon .deMCULoRa ChipGPSDisplayBedienungAkkuGehäuseIP-RatingPortsAntenneExtrasVarianten, FarbenProsConsSonstige Anmerkungen
RAK wireless WisMesh TagUSD 39.00 nRF52840Semtech SX1262AT6558R GNSS module, leicht schlechter als T1000-E, 1 bis 2 Satelliten wenigerkein Display, nur drei LEDs, die den Status anzeigen: rot=laden, grün: eingeschaltet, blau: neue Nachricht1 wasserfester Druckknopf: halten: an/aus, dieser ist besser blind fühlbar als der vom T1000-E; 1 wasserfester Resetknopf auf der Rückseite1000 mAh, nicht ohne weiteres austauschbar, da Gehäuse verklebt oder verschweißt, Laufzeit mit einer Ladung ca. 66 h durchgängig, 20% mehr als T1000-Ewassergeschütztes und stoßfestes Gehäuse in etwa Kreditkarten-Größe 91 x 59 x 8.7 mm, Gesamtgewicht: 46.5 g, etwas größer, schwerer und kantiger als der T1000-EIP-Rating 66: Staubdicht, Schutz gegen starkes Strahlwasser4-poliger magnetischer (verpolsicherer) Lade- und Datenport (USB), magnetisches USB-Kabel wird mitgeliefert, kompatibel mit T1000-Eflache, kleine Antenne im Gehäuseinterner Buzzer, der Melodien bei Nachrichteneingang abspielen kann, genau so laut wie der T1000-Eschwarzes, elegantes Gehäuse ohne Nerd-Faktor wie T1000-EEmpfang ist trotz der Größe gut, allerdings nicht so gut wie beim T1000-E. Wetterfest, kann ohne Sorge bei Regen am Rucksack getragen werden. Klein und leicht, kann in Hosen- oder Hemdtasche gesteckt werden, LEDs etwas klein, Buzzer laut genugkeine externe Antenne anschließbarAkkustand wird nicht richtig angezeigt mit Firmware V2.7.11, ist immer 58% bzw. 3.79V, rote Lade-LED hilft beim Laden: geht aus, wenn Akku voll.

Das am besten geeignete Gerät für ...

... den Wanderer / Outdoor-Enthusiasten, aber auch für den Business-Man

Wer ständig draußen unterwegs ist, braucht ein Gerät, das auch ein bisschen Regen ab kann. Der Seeed T1000-E Tracker als auch der RAK WisMesh Tag sind wetterfest nach IP 65 bzw. 66 und können damit problemlos außen am Rucksack baumeln, auch wenn es mal ein wenig regnet.

Dort haben die Tracker dann auch den besten Empfang. Die Tracker lassen sich dank Kreditkartengröße aber auch locker in der Hemd- oder Hosentasche verstauen oder an einem Lanyard um den Hals tragen. Trotz der kleinen internen Antenne hat der Card Tracker T1000-E von Seeed Studio einen fantastischen Empfang. Der Tag von RAK hat einen etwas schlechteren, aber noch guten Empfang, bei LoRa als auch bei GPS. Dafür hat der RAK-Tag einen 1000 mAh statt eines 700 mAh (T1000e) Akkus. Durch die etwas unterschiedliche Hardware-Architektur hält der RAK-Tag aber nur 20% länger durch als der T1000e. Der Preis für T1000e und RAK-Tak liegen beide bei ca. 40 USD.

Manko des kleinen Formats: kein Display, auf dem eingehende Nachrichten angezeigt würden. Dafür aber einen genügend lauten Buzzer, der einem bedeutet, dass es an der Zeit ist, aufs Smartphone zu schauen, wenn man wissen will, was da angekommen ist.

Die Akkus sind nicht sehr groß (700 mAh bzw. 1000 mAh), sollten aber zwei Tage durchhalten, wenn man die Card Tracker nachts ausschaltet. Für längere Touren das Spezial-Ladekabel nicht vergessen.

Als Zweitgerät und Everyday Carry (EDC) ist so ein Card Tracker meine erste Wahl. Er kann immer dabei sein und seine Empfangsqualitäten sind beeindruckend.

Beide Tracker, der RAK-Tag als der T1000e unterscheiden sich eher unwesentlich. Der eine hat hier Vorteile, der andere dort. Ich empfehle sehr, die Reviews zu beiden Geräten durchzulesen und dann die Kaufentscheidung anhand der eigenen Vorlieben zu treffen. Generell macht man mit beiden Geräte nichts falsch.

... den "ein Gerät ist genug"-Typen

Wer nicht bei jeder Nachricht sein Smartphone rauskramen will, dem sei das LILYGO T-Deck Plus Meshtastic empfohlen. Denn es hat eine integrierte Tastatur, die zugegebenermaßen etwas klein ist. Aber das ganze Gerät (ohne Antenne) ist von der Größe auch kleiner als ein modernes Smartphone, wenn auch ein wenig dicker. Da passt natürlich keine Riesen-Tastatur hinein.

Aber nach ein wenig Übung bin ich mit der Mini-Hardware-Tastatur doch ganz flott geworden. Auf dem T-Deck plus läuft die Meshtastic UI, die man bequem über den Touchscreen bedienen kann. Außerdem gibt es einen kleinen Trackball, den ich persönlich aber eigentlich nur dazu benutze, das Gerät aus dem Standby wieder aufzuwecken. Der Touchscreen ist viel komfortabler.

Der Empfang von Nachrichten wird durch einen lauten Buzzer angezeigt und man kann dank der Tastatur direkt darauf antworten, ohne das Smartphone bemühen zu müssen. Das Smartphone braucht man im Grunde nur einmal: zur Einrichtung. Mit seinem großen 2000 mAh Akku bleibt das T-Deck einige Tage online.

Die lange, flexible Antenne lässt sich auch abschrauben, wenn man offline ist, um das Gerät besser wegzustecken.

Ich finde, das T-Deck bietet am meisten und ist ein guter Allrounder, das eierlegende Wollmilchschwein unter den Kandidaten. Dank SD-Card-Slot lassen sich sogar Offline-Karten aufspielen, auf denen man dann sehen kann, wo sich die Kommunikationspartner befinden.

... den "ich will was solides"-Typen bzw. den Camper

Das LILYGO T-Echo Meshtastic ist sehr gut verarbeitet und sehr solide gebaut. Sein größtes Manko ist, dass es keinen Buzzer hat. Es kann also nicht von sich selbst aus auf neue Nachrichten aufmerksam machen. Außerdem ist die Hintergrundbeleuchtung nicht einstellbar, diese leuchtet immer maximal bei Berührung des Sensorknopfes.

Dafür punktet es mit einem 1.54" großen ePaper-Display und einer guten Software, die relativ viele Informationen anzeigt, zum Beispiel auch die Chats auf Channel 0 und 1 mit so vielen Nachrichten, wie auf den Bildschirm passen. Das schafft nicht einmal das bald herauskommende Meshtastic BaseUI in Version 2.7 - das zeigt nur die allerletzte Nachricht an.

Das T-Echo wäre für mich das ideale Gerät für einen Indoor-Router, vielleicht noch mit größerer und besserer Antenne. Es ist ein zuverlässiger Arbeiter mit einem sehr guten LoRa und GPS-Empfang.

Das neue T-Echo Plus hat inzwischen einen Buzzer, ja mehr noch, einen Vibrationsmotor. Es wird aber noch eine kleine Weile dauern, bis auch die Meshtastic Firmware diese Features unterstützt. Zur Zeit kann man nur die normale T-Echo Firmware aufspielen. Ein großes Plus beim Plus-Modell ist der Akku, der jetzt fast dreimal so viel Kapazität hat. Damit hält das T-Echo Plus über eine Woche durchgehend mit GPS durch, wenn man sich mit der Bluetooth-Verbindung zurück hält.

Das T-Echo Plus ist auch ein wenig wasserfester konstruiert als das alte T-Echo. Aber es ist nun zu dick für die Hosentasche. Aber außen am Rucksack macht es wohl eine gute Figur, einen Befestigungsbügel für einen Karabiner bringt es gleich mit. Natürlich taugt das T-Echo Plus auch als Indoor-Mesh-Mitglied, es wird wie das T-Echo eine solide Leistung liefern.

Aber eigentlich ist es der ideale Kandidat für's Camping: Es ist Outdoor-fähig und hat einen sehr großen Akku. Im Sleep Modus hält der fast eine Ewigkeit. Und wenn es sein muss, hat man ein Alternativ-Funknetzwerk, das auch da funktioniert, wo es keinen Handy-Empfang gibt - solange die nächste Meshtastic Node nicht mehr als ein paar Kilometer weg ist und man eine Verbindung dazu aufbauen kann. Der leitet dann die Kommunikation zur Zivilisation weiter. Oder man benutzt mehrere Geräte im Team, die dann untereinander miteinander kommunizieren.

... den Bastler / Maker

Das Elecrow CrowPanel Advance gibt es in vielen Größen von 2.4 bis 7 Zoll. Die 3.5" Variante sollte es aber schon mindestens sein, damit man die Software-Tastatur einigermaßen bedienen kann. Die braucht man, wenn man auf das Smartphone verzichten will, denn das CrowPanel ist ein Touchscreen ohne Hardware-Tastatur. Ansonsten ist die Bedienung gleich dem T-Deck plus: es läuft auch die Meshtastic UI.

Das CrowPanel ist im Grunde ein offenes System mit einem Touchscreen und einem ESP32-S3 Mikrocontroller. Das CrowPanel hat den meisten Speicher und taugt eigentlich für jegliche Anwendung, die ein Mikrocontroller stemmen kann.

Da das CrowPanel einen Modul-Einsteckplatz hat und es auch ein LoRa-Modul gibt, kann man es damit quasi im Handumdrehen zu einem Meshtastic Gerät machen. Eine kleine Antenne wird gleich mit dem Modul mitgeliefert. Die hat natürlich nicht den besten Empfang, aber man kann selbstverständlich größere und bessere Antennen an den IPEX-Anschluss anschließen.

Mit dem CrowPanel hält sich der Maker alle Wege offen und kann für einen geringen Preis (unter 10 Euro für das LoRa-Modul) einmal in die Welt von LoRa und Meshtastic reinschnuppern. Und wenn Meshtastic dann doch nichts ist für den Maker, dann wechselt er das Modul aus und steuert seine ZigBee-Geräte. Ansonsten steht ihm die große Welt der ESP32-Programmierung offen.

Er verliert also nicht viel, wenn LoRa nichts für ihn ist, er hat ja immer noch ein "Advanced Black Display", die Edel-Version eines "Cheap Yellow Display".

... den "Ich-will-was-Schickes"-Typen und Nachtschwärmer

Wer auf das Aussehen seines Gerätes Wert legt, liegt mit dem Elecrow ThinkNode M1 Meshtastic richtig. Das Gerät sieht vom Design her sehr gut aus. Aber es ist auch solide. Es hat zum Beispiel eine Antenne aus Leichtmetall.

Und es bietet einen soliden Empfang und ein paar sehr schöne Bedienelemente und nicht nur einen einzigen Knopf. Das Highlight ist der Drehknopf oben, mit dem man das Gerät einschaltet und gleichzeitig die Hintergrundbeleuchtung stufenlos einstellt. Das richtige Gerät für den Nacht-Einsatz.

Es ist von Form und Funktion ähnlich dem T-Echo. Wobei das ThinkNode M1 einen Buzzer hat, wenn der auch nicht sehr laut ist. Auch das ePaper-Display hat die gleiche Größe. Mit der BaseUI ab 2.7 zeigt es mehr Informationen als vorher, aber stellenweise weniger als das T-Echo mit der alten Firmware.

Wie das T-Echo verschwindet auch das ThinkNode M1 dank Stummelantenne in der Jackentasche. Tipp: in die Brusttasche stecken, einen Knopf zu und Antenne heraus schauen lassen, nochmals mit kurzem Band gegen Verlieren und Herunterfallen sichern.

... den BaseUI-Fan

Die Meshtastic Firmware Version 2.7 mit BaseUI ist zum Zeitpunkt dieses Artikels zwar noch Alpha, aber sie wird in den nächsten Wochen sicher als Default herauskommen. Bis zur Version 2.6 reichen eigentlich ein oder zwei Knöpfe zur Bedienung der Firmware. Für alles andere war bisher der Einsatz der Smartphone-App angedacht.

BaseUI 2.7 ist dann eine Firmware, bei der man mit den Geräten dann sehr viel auf den Geräten selbst machen kann. Das wird in weiteren Versionen wahrscheinlich noch mehr werden.

Der Seeed Wio Tracker L1 Pro verfügt über einen 4-Wege-Joystick zur Steuerung und zwei Buttons: Zurück/Menü und Bestätigen (Joystick drücken). Bis Version 2.6 war das unnötiger Luxus, da es dort eh nur ein Vor- und Zurück gab. Aber ab Version 2.7 gibt es Menüs, in denen man auch hoch und runter gehen kann. Außerdem lassen sich ausgewählte Menüelemente mit Joystick-Klick komfortabel bestätigen, wo man bei den anderen Geräten einen Long-Press (drücken und halten) machen muss.

Wer also viel die BaseUI 2.7 benutzt - die sehr viel mehr und bessere Funktionen als die 2.6 bietet und auf jeden Fall ein Update wert ist - für den ist der L1 Pro das richtige. Damit macht die BaseUI richtig Spaß - auf anderen Geräten stellt einen das ständige Short-Press / Long-Press-Durcheinander auf eine Geduldsprobe, weil zumindest ich das gerne mal falsch drücke. Vielleicht auch eine Gewöhnungssache.

Das Gehäuse ist zwar 3D-gedruckt, aber von einer hervorragenden Druckqualität und das trotz eher schwierig zu druckendem Material: Nylon, welches als sehr widerstandsfähig gilt. Das Gerät liegt gut in der Hand. Die Antenne allerdings ist ein Mittelding. Länger als die Stummelantennen aber auch nicht so lang wie eine lange Antenne. Mit dieser Antenne ist der Empfang ein wenig schlechter als bei T-Echo, ThinkNode M1 und dem Card Tracker (siehe Reichweitentest). Aber natürlich lässt sich die Antenne austauschen und so der Empfang noch verbessern. Aber im Rahmen dieses Tests müssen die Geräte im Auslieferungszustand ohne Tuning antreten.

Außerdem muss der L1 Pro mit einem OLED auskommen. Auf den ePaper-Display finden ungefähr doppelt so viel Informationen Platz und die ePaper-Displays sind stromsparender. Um den Stromverbrauch muss man sich aber keine Sorgen machen, denn der L1 Pro hat einen fast schon überdimensionierten 2000 mAh Akku, der locker ein paar Tage durchhält.

... den schweigenden Beobachter

Manch einfach will vielleicht gar nicht an der Nachrichten-Kommunikation mit Anderen teilnehmen, wie es als Haupt-Anwendungsfall für Meshtastic eigentlich gedacht ist.

Es spricht ja auch nichts dagegen, ein Meshtastic-Gerät als Tracker oder Umweltdaten-Übermittler zu benutzen. Fast alle Kandidaten haben einen GPS-Chip verbaut. Solange der im Bereich des Mesh bleibt, kann ich mit einem zweiten Gerät sehen, wo sich der Sender befindet. Wer also mal sehen will, wo sich die eigene Katze so rumtreibt, kann ihr ein leichtes Gerät (da empfehle ich das T1000E oder das RAK-Tag) per Halsband oder auf ähnliche (bitte für das Tier bequeme Art und Weise) anlegen.

Aber man könnte auch ein Meshtastic-Gerät am Fahrrad, dem Motorrad, dem Auto oder der eigenen Yacht anbringen und dann sehen, wenn es sich plötzlich fort bewegt, weil es vielleicht gerade gestohlen wird. Da das LoRa-Meshtastic Netzwerk weiter funkt als diese kleinen Apple Air Tags und Co. mit Bluetooth dürfte das sogar besser funktionieren. Allerdings muss man wieder in der Reichweite des Meshes sein (max. 7 Hops entfernt), um das Zielgerät empfangen zu können. Das sind ein paar Kilometer. Fängt sich das gesicherte Gefährt also an zu bewegen, sollte man alsbald die Verfolgung aufnehmen, bevor es den Empfangsbereich verlässt. Bleibt man im auf den Fersen, kann man es auch weiterhin empfangen.

Mit dem LilyGo T-Echo BME280 und dem T-Echo Plus ist zudem ein Umweltsensor eingebaut oder lässt sich extern per Kabel anschließen. Dann hat man die Telemetriedaten Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Bei einem BME680 zusätzlich noch die Luftqualität. Ein mit Sensor ausgestattetes Gerät kann man dann am zu beobachtenden Ort platzieren und mit einem Zweitgerät dann innerhalb ein paar Kilometer die Daten empfangen. Steht das Sensor-Gerät im eigenen Haus reicht vielleicht auch nur das Smartphone und Bluetooth.

Damit kann man dann zum Beispiel beobachten - wenn man die Protokollfunktuin über die Meshtastic App einschaltet, sogar als Verlaufskurve, ob es im Keller zu feucht oder auf dem Dachboden zu heiß ist. Oder ob die Luft im Gas-Heizungskeller oder im nicht allzuweit entfernten Wohnwagen auf einmal schlecht wird und der VOC-Wert steigt, weil eben Propan oder Erdgas ausgeströmt ist.

Normalerweise setzt man für so etwas LoRaWAN-Gateways ein, die Sensor-Daten ins Internet weiterleiten, aber diese sind etwas teurer und sind auch nicht so leicht so bedienen und zu konfigurieren wie ein oder zwei Meshtastic-Geräte. Okay, dafür kann man im LoRaWAN beliebige Sensoren einsetzen.

Aber im Prinzip ist Meshtastic ja LoRa, nur eben werden nicht alle Sensoren von der Meshtastic Firmware unterstützt. Derzeit nicht. Aber in späteren Versionen könnten noch mehr Sensoren unterstützt werden, die man dann zum Beispiel an einem Gerät wie dem T-Echo Plus anschließt. Vielleicht, um einen Lautstärke-Level zu überprüfen, oder einen Sauerstoff-Gehalt in einem Raum. Mal schauen, was zukünftige Meshtastic-Versionen noch bringen werden.

Nachtrag 2025-11-05

Als Nachzügler ist der WisMesh Tag von RAKwireless aus China bei mir angekommen, den ich natürlich auch einem Review unterzogen habe. Die Daten und Werte habe ich in der Tabelle nachgetragen und den Text aktualisiert.

Nachtrag 2026-01-06

Das originale T-Echo war schon ein solides Meshtastic Gerät. Ein paar Wünsche blieben ich aber noch offen. Die Verbesserungsvorschläge wurden jetzt umgesetzt und sind in einem neuen T-Echo Modell gemündet: dem T-Echo Plus. Ich hatte die Ehre, es als einer der ersten einem Review zu unterziehen und habe meine Vergleichstabelle natürlich upgedated und die Daten des neuen Plus Modells eingetragen.

Nachtrag 2026-01-15

Ich habe es geschafft, einen Bosch BME680 Sensor am I2C-Anschluss (unter der "USB"-Abdeckung) des T-Echo Plus zum Laufen zu bekommen. Damit gibt es alle Sensordaten, die das T-Echo BME280 schon konnte und zudem noch den Messwert Luftqualität.



Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links