Über den Autor - Online-Historie (Seite 3)

Jul. 2007 Nach etlichen abgesetzen Kundencenter-mails und Telefonaten wurde mir gegen Rücksendung des Analog-Modems ein ISDN-Modem (eine Fritzbox 7050) zugesandt. Über die daran angeschlossene ISDN-Karte funktionieren Fax und AB zwar prinzipiell, aber das VoIP-Telefonieren ist nicht gerade sehr stabil. Mal wird das Gespräch nach exakt 15 Minuten beendet und nach Neuwahl und weiteren 15 Minuten wieder und nach Neuwahl und weiteren 15 Minuten wieder, oder es ertönt nach der Wahl nur eine kurze Tonfolge aus drei Tönen und es kommt keine Verbindung zustande (obwohl es zeitgleich über das Handy funktioniert). Außerdem werden die DTMF-Töne, die ich vom Handy zu meinem ISDN-Anrufbeantworter schicke, um die neuen Anrufe abzuhören, auf dem Weg ausgefiltert und verstümmelt, so dass eine Fernabfrage nur in den seltesten Fällen klappt. Und auch wenn die Fritzbox ein tolles Stück Hardware ist, schafft es keine zwei parallel geschalteten Analog-Telefone, sondern legt dann auf. Alles Probleme, die ich mit ISDN und meiner TK-Anlage nicht hatte.
ISDN ist eben ISDN und NGN kein 100%-iger Ersatz - war mir ja seit Anfang an klar, darum bin ich ja auch zu Arcor und nicht zu z. B. zu 1&1.
Meine Anrufe bei der Störungshotline haben insofern gefruchtet, als das ich mit fast 4 Wochen Verspätung doch noch mein "echtes" ISDN bekommen sollte. Das wäre am 13. gewesen, doch am 13. Juli tat sich nichts, und auf meine telefonische Rückfrage hin, hieß es nur, dass wäre ein "Plantermin" und der richtige Termin würde mir schriftlich mitgeteilt. Dafür ging in dieser Woche von Freitag bis Sonntag das telefonieren nicht. Anrufer bekamen ein "Teilnehmer derzeit nicht erreichbar" und rausrufen ging natürlich auch nicht.
Den richtigen Umschaltungstermin bekam ich allerdings nicht mitgeteilt. Am 23. ab 09.30 funktionierten dafür Telefon und Internet einfach nicht mehr - Leitung tot.
Als nächste bekam ich am 27.07. dann einen Brief von Arcor bekommen, dass mein Anschluss zum 12.07. umgestellt werden wird. Das der Termin nicht sehr sinnvoll ist, da 2 Wochen in der Vergangenheit liegend, scheint Arcor dabei wohl entgangen zu sein. Der Anschluss war immer noch tot.
Aug. 2007 Um es kurz zu machen: Der Anschluss ging bis zum 22. August nicht mehr - genau einen Monat kein Telefon und kein Internet. Zum Schluss hat sich dann herausgestellt, dass der Grund die ganze Zeit wohl das war, was ich seit Anfang an annahm und auch vielfach erwähnte - das man zwar den Stecker aus dem NGN-Port herausgezogen hatte, aber wohl einfach vergessen hatte, ihn in den ISDN/DSL-Port wieder reinzustecken. Schon traurig, wenn man einen Monat braucht, einen Fehler zu finden, auf dessen Lösung man mehrfach hingewiesen wird. Das ich ein schlechtes Gewissen hätte, Arcor weiterzuempfehlen, dürfte auf der Hand liegen - aber vielleicht ist alles ja auch nur ein 'bedauerlicher Einzelfall'.
Nov. 2007 Für das mobile Internet und als PDA (nachdem mein Revo das zeitliche gesegnete hatte) habe ich mir ein MDA Pro (eigentlich ein HTC Universal) angeschafft. Das konnte ich günstig gebraucht per eBay schießen. Mit Full-VGA (640x480 px) Display, Windows Mobile 5 und sogar UMTS (bis 384 kbit/s), WLAN und Bluetooth kann man schon was anfangen, und so wurde der MDA Pro mein ständiger Begleiter, mit dem ich e-mails abholen und auch mal was im Internet nachschlagen konnte. Der Tarif war 24 ct pro MB. Für e-mails und Chats (IRC und ICQ) unterwegs kein Problem. Mehr wäre ziemlich ins Geld gegangen.
Jun. 2008 Mein geliebter MDA Pro hat leider das Zeitliche gesegnet, mit einem gesprungenen Display (irgendso ein Depp ist in der Kneipe drauf gestiegen, als ich mal kurz auf der Toilette war) und gewesen wollte es natürlich keiner sein. Also musste Ersatz her. Ich entschied mich für ein kleineres XDA Orbit 2 von O2. Eigentlich ein HTC Touch Cruise, aber das Design von O2 gefiel mir sogar noch besser. Damit leider nur noch QVGA (240*320 px), dafür aber mit GPS inkl. TomTom und HSDPA (bis 3.6 Mbit/s). Das lief unter Windows Mobile 6.0 unter wurde mit einem kleinen Stift auf dem Touchscreen bedient. Der Tarif lag immer noch bei 24 ct das MB. Inzwischen hatte ich auch mit dem Geocaching angefangen und so konnte ich unterwegs über das Internet die neuesten Informationen zu einem Cache nachschauen.
Nov. 2011 Eigentlich wollte ich schon immer einen Windows Server im Internet, weil ich dort auch Windows-Programme über cgi einbinden kann und ich die Fernwartung als unkomplizierter empfinde. Und nun gibt es auch welche für bezahlbares Geld als virtuelle Server im Internet. Da mir die 10 GB auf meinem Linux-Server eh langsam zu knapp wurden und das Debian eigentlich schon hoffnungslos veraltet, habe ich mich dann doch mal an eine Portierung gemacht und einen 50 GB-vServer mit Windows bei strato geordert. Meinen alten vServer hatte ich allerdings noch gut 3 Monate an der Backe wegen der Kündigungsfristen. Also genug Zeit für die Migration von Apache auf den IIS, von Courier auf Mercury, von MySQL auf MS-SQL-Server. PHP habe ich auch auf der Windows-Maschine installiert, damit die Scripte weiterlaufen können. Die PHP-Scripte musste ich dann nur ein wenig anpassen, wo der MySQL-Dialekt vom MS-SQL-Dialekt abwich. Aber ab sofort kann ich auch asp.net einbinden, mit dem ich noch einiges vor habe.
Den ersten Ärger mit dem strato-Paket hatte ich dann auch bald, als ein selbsternannte Möchtegerne-Internet-Sheriff meinte, meine selbstentwickelten Software als Malware bei strato zu melden. Dazu muss man sagen, dass meine Programme kryptografisch gegen Viren und Cracks abgesichert sind und sich beim Start selbst überprüfen. Malware versucht durch kryptografische Methoden ihren bösen Charakter zu verschleiern. Billig gestrickte Antivirenprogramme interpretieren dann schonmal pauschal jede Kryptografie in Programmen als böse, weil könnte ja sein. Und unser "Sheriff" setze wohl vornehmlich diese Billig-Scanner ein, um Geld zu sparen und ließ automatisch Crawler durchs Internet laufen und meldete scheinbar alles Verdächtige an die Provider. Natürlich nicht, ohne für sein "wundervolles" Produkt zu werben, dass das Internet so viel sicherer (und seine Taschen voll) machen würde. Ich nenne sowas ja Spam.
Strato widerum meinte wohl, dass sie das auch nicht groß prüfen müssten und hat mir gleich mal gedroht, den Server vom Netz zu nehmen, wenn ich nicht die "Malware" innerhalb von 24 Stunden entfernen würde. 24 Stunden? Hallo? Geht es noch? So. Und nun versuchen Sie mal, die "höchstkompetenten" Mitarbeiter an der Hotline davon zu überzeugen, dass die "Malware" keine ist, und ihnen krytografische Grundsätze zu erklären - da könnten Sie auch gleich versuchen, einer deutschen Katze Mandarin beizubringen. Ich habe dann noch versucht, mit den IT-Experten zu telefonieren, aber dahin wollte man mich nicht durchstellen. Also habe ich eine e-mail an die Pressestelle von strato geschrieben, eine Anwort oder Stellungnahme bekam ich allerdings nie. Seitdem trage ich mich mit dem Gedanken, woanders hinzugehen - vielleicht nach HostEurope? - wenn da nicht wieder dieser Portierungsaufwand wäre. Ich glaube, am besten ist immer noch ein Server zuhause im Büro, der ordentlich angebunden ist und den man hardwaretechnisch aufrüsten kann, wie man will. Aber wer kann das heutzutage schon bezahlen? Aber naja, vielleicht in ein paar Jahren?
Jan. 2012 Irgendwann stellte geocaching.com die Cache-Listing-Seiten auf Bilder und Javascript-Nachlade-Logs um. Die Javascripts hat mein Windows Mobile Browser nicht gefressen und so war Essig mit Caches nachgucken unterwegs, was aber die Hauptverwendung für die Internetnutzung unterwegs war. Also musste ich mich mal wieder nach was neuem umschauen. Die beste Plattform schien mir Android zu sein und als beim Media Markt das HTC Evo 3D im Angebot war, schlug ich zu. Erst hatte ich meine Bedenken wegen des Bildschirms. Und zwar dass der im Normalmodus schlechter sein würde, weil er ja auch 3D darstellen kann/muss, aber das stellte sich nicht als ein Problem heraus. Später habe ich mir dann noch eine SIM-Karte mit Internet-Flat geholt. Somit ist das Evo 3D mein ständiger Begleiter und kann jederzeit und (fast) überall ins Internet.
Feb. 2015 Mein strato Windows vServer mit 50 GB HDD-Speicher, 1 GB RAM und 1 vCore für knapp 10 Euro habe ich ja nun seit über 3 Jahren. Zwischenzeitlich gibt es ein besseres Angebot, aber nur für Neukunden: mehr als die doppelte Leistung (200 GB SSD, 2 GB RAM und 2 vCores) für einen Euro weniger (also knapp 9 €). Ein Anruf bei der Hotline, ob man mich denn nicht auf das neue Level heben könnte, eigentlich müsse man doch nur in der Hostverwaltung die vergebenen Ressourcen erhöhen ergab eine Absage: nein, das ginge nicht. Ich müsste also mein altes Paket kündigen und ein neues bestellen und den Server umziehen, sprich: Server neu einrichten, Programme und Services installieren, konfigurieren etc. pp. Da gehen schon mal ein paar Tage Arbeit für drauf. Außerdem müsste ich wegen der Überschneidung - ein Server soll ja immer laufen, mindestens 1 Monat doppelt bezahlen. Also ließ ich das so, die Serverpower war ja eigentlich ausreichend, auch wenn die 50 GB ganz langsam knapp wurden.

Dann kam eine e-mail von strato: "RAM-Nutzung Ihres V-Servers", in der von Wartungsarbeiten an der Serverplattform die Rede war, und von einem "Fehler im Betriebssystem Windows 2008 SP2" und das mir nach einem Neustart nur noch "512 MB StartUp RAM" zur Verfügung stünde. Aber ich könne den Hotfix KB2230887 von Microsoft herunterladen und installieren und das Problem tauche gar nicht erst auf. Oder ich installiere den Hotfix nach dem Neustart und hätte wieder mein 1 GB RAM.

Am 18.02.2015, etwas nach 22:00 Uhr war der Server dann mal kurz weg. Ich erinnerte mich an die Mail und wartete den Neustart ab und schaute gleich mal drauf. Enttäuscht las ich da: 512 MB RAM. Der Remote Desktop war unerträglich langsam geworden, ein Arbeiten nur im Schneckentempo möglich. Also ging ich erstmal ins Bett. Die Wartungsarbeiten sollten ja bis 0:30 gehen und vielleicht käme da ja noch etwas. Es kam nicht, wie ich am 19. in der Früh erfuhr, als ich wieder auf den Server schaute.
Als erstes probierte ich natürlich einen Neustart: 512 MB. Dann versuchte ich, den Hotfix noch einmal einzuspielen. Nur eine Meldung "Das Update gilt nicht für Ihr System.". Auch weiter Neustarts und Versuche ergaben keine Besserung: 512 MB.

Ich hatte ja schon so meine Erfahrungen gemacht, was die Hotline von Strato anging: in den allermeisten Fällen schlug mir hoffnungslose, schockierende bis bemitleidenswerte Inkompetenz, gepaart mit einem Selbstbewusstsein, Recht zu haben, dass die Grenze zur Arroganz locker überschreitet, entgegen. Dazu noch ein bisschen freche Berliner Schnauze, die mir ja nun nicht unbedingt unsympathisch ist, aber in dieser Kombination vollkommen unangebracht. Aber man muss dem Service ja eine Chance lassen. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Mitarbeiter 1 erzählte mir, dass ich ja gar nicht sehen könne, dass ich nur 512 MB RAM haben würde und wie ich denn darauf käme, dass was nicht passen würde. Aber man muss ja Geduld mitbringen und so erzählte ich ihm, dass 512 MB in der Systeminfo unter Systemsteuerung/System stünde, und 510 MB im Taskmanger unter Physikalischer Speicher insgesamt und 512 MB im Ressourcen-Monitor. Dann war er auf einmal weg und Musik in der Leitung. Ich dachte mir noch: "der könnte schon mal sagen, was er jetzt vorhat und wie lange das jetzt in etwa dauert, statt mich kommentarlos in die Warteschleife zu hängen", aber ich brauchte nicht lange warten, dann erzählte er mir, dass er sich jetzt schlau gemacht habe und der Kollege auch meinte, dass ich das gar nicht sehen kann. Ich sagte noch, dass ich es doch hier sähe, an drei Stellen. Dann legte er einfach auf. Die anschließende Zufriedensheitsumfrage am Telefon fiel entsprechend aus. Noch ein paar Anrufe der Art und ich kann die 6 auf meinem Telefon nicht mehr lesen...

Ich fühlte mich ins Jahr 2001, immerhin 14 Jahre her, zurückversetzt, als ich strato schon mal als inkompetent und unzuverlässig erfahren musste. Fiel der Hoster jetzt wieder in alte Verhaltensmuster zurück? Mir lief es kalt den Rücken herunter. Aber man muss ja Geduld haben mit dem Support.. ach sagte ich das schon? Also gleich wieder angerufen, eine neue Verlosung starten, vielleicht würde diesmal der große Hauptgewinn ausgewürfelt und ich bekäme einen kompetenten Mitarbeiter ans Rohr. Mitarbeiter 2 war schon ein bisschen höflicher als Nr. 1 und als ich ihm alle nötigen Details genau und in einfachen, verständlichen Worten geschildert hatte, schien er mich doch glatt ernst zu nehmen. Er bat mich dann auch, in der Leitung zu bleiben, weil er recherchieren wolle, bevor er mich in die Warteschleife packte.

Als er wieder dran war, sagte er mir, dass er ja nicht auf den Server schauen dürfe und dass ich einen Screenshot einschicken sollte, aus dem hervorging, dass ich nur 512 MB RAM hätte. Innerlich kochte ich, weil er mir impilizit unterstellte, ich würde ihn anlügen, oder zumindestens zu doof sei, eine 512 von einer 1024 zu unterscheiden. Äußerlich blieb ich höflich und bat ihn um eine e-mail-Adresse, dass würde ich ihm den Screenshot gleich zusenden und wir könnten uns gleich weiter darüber am Telefon unterhalten. Er meinte, dass das nicht ginge mit der e-mail, sondern "das es Wege gäbe, mit strato zu kommunizieren" und ich mich im Kundenbereich einloggen müsse, und da auf Dingens zu klicken, und dann auf dangens und dann stünde da zwischen der Werbung was kleines oranges und da müsste ich drauf klicken, und dann unten links, da wäre dann der Link, um ein Kommentar per Kontaktformular an strato zu senden. Super umständlich. Das machte auf mich den Eindruck, als hätte man das extra fies versteckt, damit ja keiner darauf käme, nach etwas zu fragen. Auf meine Frage, was ich denn als Betreff eingeben solle, sagte der Mitarbeiter, er habe soeben ein Ticket aufgemacht und solle "Screenshot zum gerade geöffneten Ticket" nehmen.

Eine mail, dass ein Ticket geöffnet worden wäre, bekam ich übrigens nicht. Nur eine Standardantwort auf den eingesandten Screenshot: "Ihre Anfrage wird persönlich und individuell beantwortet". Warum klingt das nur wie Hohn in meinen Ohren? Achja, eine Antwort habe ich auch nicht bekommen.
Ich mach mir inzwischen auch keine Hoffnungen mehr. Das wird für mich auf "Die machen was kaputt, weil die nicht richtig vorher nachgedacht haben, und dann lassen sie dich allein im Regen stehen." hinauslaufen.

Aber mit dem neuen Paket für einen Euro weniger gäbs sicher erstmal keine Probleme mehr. Ist doch ein Grund umzuziehen. Obwohl: warum nicht gleich zu einem anderen Hoster? Der nächste Ärger mit strato lauert sicher schon hinter der nächsten Ecke und macht sich bereit, mir ins Gesicht zu springen.

Bei meiner Suche und meinem persönlichen Vergleich von Leistung und Preis schaffte es dann united hoster an die Spitze. Ungefähr die gleiche Leistung und der gleiche Preis wie strato (das neue Paket) aber zudem die Option, noch vCores, RAM oder Plattenplatz dynamisch und günstig draufzubuchen, wenn der Platz oder die Speed nicht mehr reicht. Das erspart dann den nächsten Serverumzug. Hört sich wie die Lösung für die nächsten Jahre an. Ob es auch irgendwann irgendwelchen vermeidbaren Ärger wie bei strato geben wird, wird die Zeit zeigen. Aber ich bin guter Hoffnung. Ich habe das Paket gebucht und die ersten Eindrücke sind sehr gut.

Danach folgte die große Genugtuung, bei strato auf den unter Formulare gut versteckten Button zur Kündigung des Paketes zu klicken. Jetzt habe ich noch ausgiebig Zeit bis Ende März, um den Server umzuziehen. Dann wird alles besser. Hoffentlich.


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