Über den Autor - Online-Historie (Seite 2)

Mai 2005 Ich habe mir ein neues Handy gegönnt. Ein schickes Motorola Razr V3 Klapphandy in schwarz. Damit kann ich per WAP 2.0 ins Internet, was ich selten mache, aber ich kann damit auch meine e-mails checken. Praktische Sache. Das Display reicht mit seinen 176x220 Pixeln gerade dazu aus.
Jun. 2005 Die T-Com scheint vernünftig geworden zu sein - oder sie wurde schlichtweg doch noch von der Realität eingeholt und hat ihre Preise für eine feste IP-Nr. von knapp 30 auf knapp 3 Euro gesenkt, was durchaus annehmbar ist und auch gleich gebucht wurde. Damit dürfte die Erreichbarkeit des Servers noch besser geworden sein, auch wenn der bisherige Dynamic DNS Service sehr zuverlässig und schnell funktionierte.
Apr. 2006 Bei meinen Recherchen nach ADSL2+-Flats ist mir aufgefallen, dass die Preise für die T-DSL-Business 6000 flat in realistische Regionen gesunken sind, so dass ich hier aufgerüstet habe und der Server nun über einen Upstream von 576 kbit/s verfügt. Einen ADSL2+-Anschluß hätte ich nur mit min. 12 monatiger Vertragsbindung bekommen und dass nur bei Providern, bei denen ich mir nicht ganz sicher war, ob sie auch einen störungsfreien Betrieb sicherstellen hätten können. ADSL2+ werde ich also im Auge behalten und habe stattdessen erst einmal ein wenig Webspace (100 MB) günstig angemietet, auf dem die größeren Seiten und Downloadfiles stehen und auf den via Apache-Rewrite-Regeln dynamisch umgeleitet wird. Für den günstigen Preis bin ich sehr zufrieden, liefert der Server unter cool4.de doch mit bis zu 7 Mbit/s aus.
Jul. 2006 Seit Mitte des Monats habe ich jetzt ADSL2+: T-DSL-Business 16000 mit 17692 kbit/s dw und 1181 kbit/s up laut Modem, wobei der tatsächlich verfügbare Wert 10% darunter liegt. Die 16 MBit/s downstream bringt mir nicht viel, weil die meisten Server eh nur mit max 3,5 bis 4 MBit/s senden, es sei denn, man öffnet mehrere parallele Download-Ports. Das braucht man höchstens mal, wenn man so etwas wie die Windows Vista Beta mit 3,5 GB downloaden möchte. Besonders freue ich mich über die 1 MBit/s upstream. Und die User des COOL-WEB sicher auch ;) Die Freude war allerdings zu Anfang etwas getrübt, weil das ursprüngliche Modem, ein Speedport W500, regelmäßig die Verbindung abbrach, sich aber nicht wieder neu einwählte und nur per Reboot und Neu-Sync dazu zu bewegen war. T-Com hat mir das Modem dann aber nach einer Telefon-Odyssee gegen ein W501V (= AVM Fritzbox WLAN FON) eingetauscht, das zwar immer noch nicht perfekt funktioniert, aber schon mal viel besser als das W500.
Sep. 2006 Mit dem Speedport W 501V ist es zum verrückt werden. Jetzt war im August ein Techniker der Telekom da und hat die Leitung durchgemessen, die sei bestens, sagt sein Vierling Test-Modem. Es müsse an meinem W 501V liegen. Er hat dann auch gleich telefoniert, dass mir ein Ersatzgerät zugeschickt werden möchte. Das nach ein paar Tagen ankam und sich als noch schlechter als das vorhandene W 501V herausstellte. Zwischenzeitlich hatte ich in einem Web-Forum gelesen, dass der Rückfall vom Energiesparmodus zwischen Modem und DSLAM (das ist die Gegenstelle der Telekom) nicht richtig funktionieren würde, was ich telefonisch bei der Technik-Hotline, Abteilung Diagnose, abschalten ließ und was etwas Besserung brachte. Trotzdem weiterhin Verluste von min. 10% der Pings (alle 5 Sekunden auf T-COM.de). Wieder angerufen, ob ich nicht ein anderes Modell, etwa ein W 701V haben könnte. Nein, geht nicht, aber ich könnte das W 501V zurückgeben.
Hab das W 501V dann noch auf nur Modem-Betrieb ohne Router-Funktion eingerichtet und mein alten D-Link 614+ Router vorgeschaltet - und siehe da, die Ping-Verluste waren weg. Darum wollt ich mir wieder ein D-Link-Router zulegen, weil die anscheinend nicht so schwachbrüstige Router-Einheiten haben und dachte zuerst an den D-Link G684T-Modem-WLAN-Router, bis mir auffiel, dass Modem und Router von D-Link als Einzelgeräte zusammen billiger waren als der G684T. Und da stand-alone-Modems meist bessere Ergebnisse bringen als Kombi-Geräte, besitze ich jetzt einen D-Link DI-524 Router und ein DSL-380T Modem, welche klaglos und ohne Ping-Verluste Ihren Dienst versehen.
Mai 2007 Der Virtual Machine-Hype der letzten Monate zeigt seine positiven Auswirkungen. Statt nur dedicated Server, sprich: eine eigenen Server im Internet für eine Site gibt es jetzt zunehmend günstige Angebote für Virtual Server, also dedicated Server, die man sich mit anderen teilt. Die Ersparnis, die der Provider hat, indem er eine Maschine für 10 oder 20 Benutzer abstellt, gibt er an die Benutzer weiter. Es gibt natürlich weiterhin Hosting-Pakete, wo sich Hunderte von Benutzern eine Maschine teilen; da ich aber unter anderem meine eigenen alten SSL-Zertifikate weiterbenutzen wollte, kam das nicht in Frage. Aber mit ein paar Anpassungen kommt der Virtual Server an die Komfortabilität des Home-Servers heran (bis auf die langsameren Uploads) und die Anbindung an das Internet ist natürlich besser (100 Mbit statt 1 Mbit).
Ich griff also zum erstbesten (und günstigsten Angebot), dass meine Anforderungen erfüllte, was allerdings ein Reinfall war. Nach dem der Server freigeschaltet war, habe ich bemerkt, dass auf einmal Beschränkungen auftauchten (mögliche Anzahl offener Dateien, mögliche Anzahl Dateien gesamt), von denen im Angebot keine Rede war und den Server für mich schlicht unbrauchbar machten. Jetzt darf ich zusehen, wie ich den Klotz wieder vom Bein bekomme... einer der Geschäftsführer meinte doch echt, ich müsse jetzt das ganze Jahr Mindestvertragslaufzeit bezahlen. Ich hingegen meine, dass der Vertrag nicht erfüllt wurde und dass das Angebot sogar gegen das UWG verstößt. Nunja, rumstreiten kann man später noch; nun muss erst einmal ein brauchbares Angebot gefunden werden.
Klüger geworden habe ich mich im Internet über die unterschiedlichen Provider informiert und mich auch über die realen Virtual-Server-Umgebungsbedingunen schau gemacht (Stichwort: user_beancounters). Ein alter Bekannter, strato, mit dem ich 2001 einige Probleme in Sachen Zuverlässigkeit hatte, kam dabei immer wieder gut weg. In die nähere Auswahl kam auch Host Europe, dessen Angebot einen sehr guten Eindruck machte. Ich entschied mich dann aber doch für strato, die doch einen Tucken mehr Leistung pro Euro versprachen und habe mir doch einen Powerserver V-PowerServer bestellt. Meine Entscheidung, strato noch eine Chance nach immerhin 6 Jahren zu geben, war richtig. Der Server läuft wunderbar, technisch gibt es nichts auszusetzen.
Allerdings scheint mir Linux für Masochisten gedacht, die zu viel Zeit haben. Einen Web-, Name-, FTP- und Mailserver (mit Anti-Spam) aufzusetzen, ist eine Heidenarbeit. Und das Linux-Völkchen scheint auch ein ganz besonderer Schlag zu sein. Wenn man keine Lust hat, eine 100seitiges Manual auf englisch am Bildschirm zu lesen für ein simples Tool und dann nach einer Einstellung im Internet sucht, wird man über zahlreiche Foren-Einträge stolpern, in denen jemand das gleiche Problem hat und dementsprechend höflich eine Frage stellt, bei denen als Antwort aber nur ein "steht alles im Manual, gib mal 'man ...' ein" kommt und keiner so richtig zu helfen scheinen will; wohl weil er selbst die 100 Seiten gelesen hat und sich im nachhinein dämlich vorkäme, sollte er es einem anderen allzu leicht machen. Was ein Foren natürlich ad absurdum führt und Leute nervt, die auf der Suche nach einer Lösung sind. Dieses Linux-Typen erinnern mich irgendwie an die IRC-Typen, dass ist auch eine ganz besondere Spezies: idled den ganzen Tag im Channel ab, einsam und verlassen, bis jemand kommt und eine Frage stellt. Statt sich mit demjenigen zu unterhalten, wird der gleich mal gekickt und gebannt (permanent des Channels verwiesen), weil er eine Anfängerfrage gestellt hat. Die sind wie die Rentner, die den ganzen Tag am Fenster hocken und aufpassen, ob wer falsch parkt und den dann gleich anzeigen; nur jünger.
Helfen sollen einem bei der Konfiguration ja Tools wie Confixx oder Plesk, die einem allerdings künstliche Einschränkungen auferlegen (oder wenn man es andersrum sehen will: nicht alle möglichen Einstellungen abbilden) oder Dinge halt nur auf die eine, bestimmte Art betreiben können. Einschränkungen wie "nur 10 Domains" vermiesen einem dann die Tour endgültig und integrierte Schleichwerbung wie ein "kaufen Sie Web-Grafiken"-Knopf direkt zwischen anderen Knöpfen für wichtige Servereinstellungen bringen einen auf die Palme.
Also Suse 9.3 und Plesk 8.1 runtergeschmissen (strato läßt einem da lobenswerterweise die Wahl) und die maximale Maso-Tour gefahren: Debian 3.1 Sarge ohne alles; Konfiguration nur über /etc und .conf-Dateien. 2-3 Wochen später, verbracht mit Installieren, Rumprobieren, Lesen, Lernen, Einstellen, Deinstallieren und Neuinstallieren läuft der Server dann und nur hin und wieder beklagt sich ein PHP-Script, dass ihm die Rechte fehlen, so dass man kurz was nachziehen muss. Aber wenn unter Linux etwas erst einmal läuft, dann läuft es. Wenn etwas mittendrin abstürzt oder ein Speicherleck verursacht, dann hat man halt die falsche Software erwischt; dann muss man halt mal wieder deinstallieren, neuinstallieren, lesen, lernen, einstellen und probieren. Aber es gibt ja genug kostenlose Software zum ausprobieren...
Jun. 2007 Da ich ja nun einen Server im Internet habe, bin ich auf die feste IP-Adresse meine T-DSL-Business-Anschlusses nicht mehr angewiesen und habe mich mal nach anderen Angeboten umgesehen. Das neue Angebot von Arcor kam mir da gerade recht; inklusive Telefon-Flat ins Festnetz und Handy-Flat ins Festnetz werde ich dort weit weniger zahlen als vormals bei der T-COM. Die hat zwar auch die Preise angepasst, aber an Arcor kommt das Angebot, zumindestens für meine Bedürfnisse, nicht heran.
Der Wechsel verlief leider nicht ganz so reibungslos, wie ich mir das erhofft hatte. Die Umschaltung war zwar pünktlich am angegebenen Tag und es traten keine stundenlangen Störungen auf, doch war die ISDN-Leitung tot: man hatte mir einfach und ohne Rückmeldung bei arcor nicht den bestellten ISDN/DSL-Anschluss geschaltet, den ich explizit bei der Bestellung angab und über den ich mich mehrfach rückversicherte, dass ich auch einen echten ISDN-Anschluss bekommen würde. Stattdessen bekam ich einen sogenannten NGN (Next Generation Network) - Anschluss, in meinen Augen ein schönredender Begriff für "DSL only" bzw. "DSL inkl. VoIP-fähiger Hardware". Hätte ich den gewollt, hätte ich gleich das 1&1 Angebot genommen, weil damit wäre ich dann mit 16 statt 6 Mbps unterwegs gewesen und hätte zudem eine Movie Flat. Außerdem hat man mir das falsche Modem zugesandt, an das ich keine ISDN-Geräte anschließen kann, obwohl ich ausdrücklich danach verlangt hatte und extra nochmal nachgefragt habe, ob er sich sicher sei (der Arcor-Verkäufer bei Media Markt). So blieb mir erstmal nur telefonieren über Analog-Telefon, angeschlossen an der analogen Arcor EasyBox. Anrufbeantworter und Fax gingen nicht, weil das über eine ISDN-Karte läuft.


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