Vom Breadboard-Prototyp zur Lochraster-Platine

In meinem letzten Projekt, dem Senso-Spiel haben wir ein Senso-Spiel auf dem Breadboard aufgebaut. Auch nachdem wir uns die externen Pullup-Widerstände gespart hatten, war das Breadboard trotzdem noch knackevoll. Sprich: Kein Platz zum Aufbau von weiteren Schaltungen.

Da ich die Senso-Emulation doch recht liebgewonnen hatte und darauf auch die Sirene und die Musik läuft (einfach die Pin-Variable oben im Listing anpassen), dachte ich mir, dass ich die Schaltung doch etwas kompakter auf eine Lochrasterplatine löten könnte.


Gesagt. Getan. Rechts im Bild die Vorderseite der fertigen Platine.

Ganz oben die Anschluss-Stiftleiste für die linke Seite des GPIO-Ports. Man muss sich die Platine um 90° nach links gedreht vorstellen, dann hat man eine bessere Vorstellung vom GPIO-Layout.

Der silbern markierte Pin ist GPIO Pin Nr. 1 (+3.3V). Hier gehört das markierte Ende des Flachbandkabel hineingesteckt und zwar in die hinteren Lochreihe des Flachbandkabels, so dass das Kabel mit der aufgemalten Linie abschließt.

Danach folgen - von links nach rechts - die vier Widerstände, die an den jeweiligen Pluspol der LEDs führen. Für grün ist das eine eher abenteuerliche Konstruktion geworden. Für blau hat der Anschlussdraht des Widerstands dann aber nicht mehr gereicht und er hat eine kleine, blaue Verlängerung bekommen.

Der Pin ganz links an der Pfostenleiste ist Pin Nr. 39: GND. Dann folgen Pin Nr. 37 / BCM 26 für die gelbe LED und dann weiter mit der roten, grünen, blauen LED (BCM 19, 13, 6).

Unten sind noch die vier Taster eingelötet. Die sind aber über die Rückseite verdrahtet (wie auch der Lautsprecher).



Drehen wir die Platine einmal um. Dran denken: Jetzt müssen wir uns die Anschlüsse spiegelverkehrt vorstellen.

Ganz rechts an der Lötseite unseres Pfostensteckers finden wir unseren GND-Pin Nr. 39 wieder. Mit ein bisschen Silberleitlack, den ich noch gefunden habe, habe ich ein paar Leiterbahnen zu Masse verbunden (die silbernen Flächen). So kann ich mir eine Menge Löterei sparen, wenn ich die Bauteile gleich so stecke, dass sie auf eine Masse-Fläche treffen.

So geschehen bei der ersten horizontalen Masse-Linie (n der Mitte), in der die MinusPole der LEDs enden. Die Pluspole der LEDS hatten wir ja schon auf der Vorderseite verarztet. Nun, bis auf den Widerstand für die blaue LED, der moch an die blaue Verlängerung gebracht werden muss - zu sehen bei der 2. und 3. Dreierreihe, 4. Spalte von links: oben die Verbindung zum blauen Kabel auf der Vorderseite und unten zum Pluspol der blauen LED.

Der Minuspol der Lautsprechers ist durch einen kleinen Strich Silberleitlack mit Masse verbunden (ziemlich genau in der Mitte) und der Pluspol über das weiße Kabel an BCM 5.

Die nächste 4 GPIO-Pins lassen wir aus und machen weiter mit BCM 10 für den gelber Taster, die 3.3V auslassen, dann weiter mit BCM 22, 27 und 17 für Taster rot, grün und blau. Den jeweils anderen Pol der Taster sind wieder über kleine Leitsiberstriche mit der unteren Masselinie verbunden.

Das war auch schon alles. Idealerweise findet sich noch ein kleines Gehäuse für den Spaß, oder man legt die Platine auf ein Stück Schaumstoff oder ein Mauspad, die Unterseite ist ja ziemlich eben. Hier lässt sich Senso mindestens genauso gut spielen wie auf dem Breadboard: die Taste sind jetzt richtig gut zugänglich und man kann nichts mehr aus Versehen heraus rupfen.

Nachteil ist allerdings: man kann die verlöteten Bauteile nicht nocheinmal verwenden. Aber Widerstände, LEDs und Taster habe ich noch genug. Und beim Lautsprecher wüsste ich auch, woher ich einen bekomme: aus einem alten Mainboard auslöten oder evtl. geht auch so ein Piezo-Mini-Teil aus einer alten Glückwunschkarte. Hört sich dann bestimmt lustig an.